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SV98 fertigt den FSV Frankfurt ab: Der vorläufige Höhepunkt

"Wir haben uns alles hart erarbeitet, dieser Platz ist verdient!“ Dieses Zitat stammt von Romain Brégerie, Innenverteidiger beim SV Darmstadt 98 und Torschütze zum 1:0 gegen den FSV Frankfurt. Insgesamt gewannen die „Lilien“ 4:0 und sind auf Rang eins der Zweiten Liga zu finden. Brégerie zeigt mit seinem Statement, dass  die Brust in Darmstadt breit geworden ist, aber der gesamte Erfolg nicht auf etwaige hohe individuelle Qualität sondern vielmehr auf die Bereitschaft, zu jeder Zeit alles zu geben zurückzuführen ist.

„Wir genießen den Moment!“

Zur Halbzeit war die Partie gegen die Frankfurter praktisch entschieden. Brégerie (16.), Kapitän Aytac Sulu (32.) und Jerôme Gondorf (34.) erzielten die Tore für Darmstadt, in der zweiten Hälfte legte Sulu noch einen Treffer nach (85.). Damit geht die Erfolgsgeschichte für das Team von Trainer Dirk Schuster weiter, wobei die Mannschaft noch immer ganz genau weiß, woher sie kommt: „Wir haben noch nichts erreicht, wir genießen einfach den Moment“, sagt Brégerie. Dennoch waren in der Mixed-Zone des Merck-Stadions am Böllenfalltor ausnahmslos grinsende Gesichter zu sehen, die Spieler feixten mit den Journalisten und konnten ihr Glück selbst kaum fassen. „Unglaublich“, wurde des Öfteren gemurmelt, „ich habe zwar gehört, dass wir momentan Erster sind, aber ich muss mir die Tabelle gleich erstmal in Ruhe anschauen“, sagte Marco „Toni“ Sailer lächelnd. Die Gründe für den anhaltenden Höheflug der „Lilien“ sind noch immer dieselben, mit hohem Einsatz wird es dem Gegner schwer gemacht, Tore zu erzielen. Im vierten Heimspiel blieb Darmstadt zum vierten Mal ohne Gegentor.

Mitspieler entlasten Dominik Stroh-Engel 

In einer homogenen Mannschaft ragte aber einer besonders heraus: Kapitän Sulu krönte seine Leistung mit zwei Toren. Die Zuschauer jubelten mit ihm, als er seine Freude herausbrüllte, „Sulu-Sulu“-Sprechchöre hallten durch das Stadion. Nach seiner Gesichtsverletzung ist der Kapitän zurück, als ob nichts gewesen wäre. Zusätzlich hat diese Partie gezeigt, dass Darmstadt mitnichten ausschließlich von Dominik Stroh-Engels Toren abhängig ist. Der Torjäger scheiterte zweimal knapp (29., 78.), zeigte sich einmal mehr auffallend oft im Mittelfeld, doch diesmal nahmen ihm seine Teamkollegen das Toreschießen ab. Vier Treffer nach vier Eckbällen sind darüber hinaus ein Indiz für die Qualität von Tobias Kempe: Seine Hereingaben kommen meist platziert und finden oftmals einen Abnehmer. Eine Mannschaft, die diesen Namen verdient, ein euphorisiertes Umfeld, Rang eins der Tabelle – der SV Darmstadt 98 hat den vorläufigen Höhepunkt erreicht.

FOTO: Claus Krentscher