• Facebook
  • Twitter

Darmstadt-Präsident Fritsch kritisiert HSV nach turbulentem Freitagsspiel

© imago images / Jan Huebner

Dass das turbulente Freitagabendspiel des Hamburger SV gegen Darmstadt 98 (1:2) ein Nachspiel haben würde, war wohl allen Beteiligten nach Abpfiff klar. Inzwischen wurde unter anderem Rotsünder Aaron Opoku nach seinem Tritt gegen Fabian Holland für fünf Spiele gesperrt. Doch damit nicht genug, am Montag legte Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch nach und kritisierte das Verhalten der HSV-Protagonisten heftig.

"Geht mir persönlich massiv auf den Keks"

Diese beiden Klubs werden so schnell wohl keine Freunde mehr. Nicht nur, dass der HSV und Darmstadt 98 Konkurrenten im Aufstiegskampf der 2. Liga sind. Vielmehr zeigen die Nachwehen einer Freitagabend-Partie, dass es noch einiges aufzuarbeiten gibt. Denn die größten Aufreger waren weniger das Ergebnis selbst, sondern ganze vier Platzverweise, davon drei auf Seiten des HSV gegen Aaron Opoku, Ransford Königsdörffer sowie Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt, die Ampelkarte erhielt Darmstadts Klaus Gjasula (Ex-HSVer). Für die Hamburger war der Schuldige für diesen katastrophalen Abend in Schiedsrichter Robert Schröder sofort gefunden. Jonas Meffert bezeichnete im Nachgang der Begegnung die Leistung des Unparteiischen als "eine absolute Frechheit".

Doch nun meldete sich Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch via "Bild" zu Wort, dem die Schuldzuweisungen und die verbalen Entgleisungen einiger HSV-Verantwortlicher deutlich zu weit gingen: "Das Gebaren der Offiziellen vom HSV während und nach dem Spiel ging und geht mir persönlich massiv auf den Keks", so der 61-Jährige vorwurfsvoll in Richtung des Rautenklubs. In der Tat brannten einigen Protagonisten an diesem Abend die Sicherungen durch, was mit Blick auf die Vorbildfunktion keine gute Außendarstellung abgab.

"Sportlich anständig verlieren sieht definitiv anders aus"

Dass in diesen Reaktionen eine gehörige Portion Frust mitschwang und an diesem Abend die Kommunikation mit Schiedsrichter Schröder nicht die Beste war, dürfe dennoch nicht als Ausrede für das Verhalten der Gastgeber herhalten. "Ich habe keine wirkliche Entschuldigung gehört. Wahnsinn! Stattdessen werden Nebenkriegsschauplätze aufgemacht, indem der Schiri angemacht wird", legte der Darmstadt-Boss nach. Zu guter Letzt appellierte der langjährige Vorturner der Lilien an die sportliche Fairness und guten Manieren eines jeden Einzelnen: "Sportlich anständig verlieren sieht definitiv anders aus." Wohl dem, der dem Kontrahenten vorerst um drei Punkte enteilt ist.