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SV98 verliert gegen Fortuna: Willkommen in der 2. Liga

Wirklich geknickt war im Lager des SV Darmstadt 98 niemand, die Köpfe der Spieler blieben auf dem Weg in die Kabine oben. Klar, eben hatte man die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen müssen, und die fiel mit 1:4 auch sehr deftig aus. Aber „individuelle Fehler passieren eben, niemand macht den beiden jetzt einen Vorwurf“, sagte Kapitän Aytac Sulu und meinte damit Fabian Holland und Romain Brégerie: Linksverteidiger Holland rutschte vor dem 0:1 weg (12. Minute), Kollege Brégerie spielte einen zu kurzen Rückpass auf Torhüter Mathenia (26.). Beide Male war Düsseldorfs Stürmer Joel Pohjanpalo der Nutznießer und sorgte so für die 2:0-Führung der Gäste. Dennoch: Darmstadt war ebenbürtig, zeigte sich vor ausverkauftem Haus einmal mehr bemüht, konnte aber die eigenen Chancen, etwa durch Marco Sailer (22., 23.) nicht verwerten.

Fortuna antwortet sofort 

Die zweite Hälfte begann perfekt für Darmstadt 98, die Lilien konnten durch Tobias Kempe den Anschluss erzielen (46.), mussten aber eine Minute später das 1:3 hinnehmen – Charlison Benshop ließ Mathenia keine Chance. Die Düsseldorfer zeigten den Hausherren wie noch kein anderes Team in dieser Saison, dass Fehler und Unachtsamkeiten eiskalt bestraft werden. „Das ist eine starke Mannschaft, da haben schon einige in der Bundesliga gespielt. Wir wussten aber, dass wir nicht jedes Heimspiel gewinnen können“, bilanzierte Marcel Heller anschließend. Trotz weiterer Anstrengungen sollte Darmstadt an diesem Tage kein weiteres Tor gelingen, dies fiel stattdessen auf der Gegenseite: Erneut Pohjanpalo schoss das 4:1 für Fortuna (57.), sein sechstes Tor im sechsten Spiel.

„Ohne die Fehler wäre es ein offener Schlagabtausch“

Die Lilien gaben sich nicht auf, aber „in den letzten zwanzig Minuten hat Fortuna es clever herunter gespielt“, so Jerôme Gondorf treffend. Düsseldorf präsentierte sich in der Tat mehr als abgeklärt und nimmt die Punkte verdient mit ins Rheinland.  „Dennoch darf man nicht vergessen, dass wenn die Fehler so nicht passieren, wir wieder einen offenen Schlagabtausch erleben“, betonte Kapitän Sulu. Ärgern werden sie sich natürlich am Böllenfalltor über diese Niederlage, aber sie ist Teil des Ankommens in dieser Liga. Jetzt gilt es für Trainer Dirk Schuster und sein Team während der Länderspielpause, die Lehren aus dieser Partie zu ziehen. Marcel Heller jedenfalls war schon wenige Minuten nach der Partie genau dafür bereit: „Wir werden diese Zeit nutzen, um das Spiel zu analysieren und es im nächsten Spiel besser machen.“

FOTO: Claus Krentscher