Darmstadt will in Dresden "Gefühl des Sieges" wiedererleben
Am Freitag kämpft der SV Darmstadt bei den wiedererstarkten Dresdnern um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Was Trainer Dimitrios Grammozis für ein Spiel erwartet.
Leichte Kopfschmerzen habe Dimitrios Grammozis, sagte der Trainer des SV Darmstadt 98 am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Was jedoch nicht mit einer Erkrankung zu tun hat, sondern den vielseitigen Optionen des 41-Jährigen. Denn abgesehen vom gelbgesperrten Marvin Mehlem kann Grammozis am Freitag beim Spiel in Dresden (18.30 Uhr) auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Er hat also die berühmte, und bei Training erwünschte, Qual der Wahl.
Seit fünf Spielen ungeschlagen - aber ohne Sieg
Bei den wiedererstarkten Sachsen (vier Punkte aus zwei Spielen) brauche er "Jungs, die sowohl fußballerisch helfen, aber auch den Kampf annehmen". Denn ihm ist klar, dass sich kein fußballerischer Leckerbissen ergeben wird. Was jedoch kein Problem sei: „Als Fußballer lebt man für die Spiele, bei denen es richtig zur Sache geht und wo um jeden Zentimeter Boden gekämpft wird. Dresden will nachlegen und hat sich im Winter gut verstärkt. Aber wir wollen selbstbewusst auftreten", so Grammozis. Bereits im Training habe er das Gefühl bekommen, seine Schützlinge würden sich auf das im Abstiegskampf so wichtige Duell "freuen".
Dabei können die Lilien mit der Bilanz, seit fünf Spielen ungeschlagen zu sein, nach Sachsen reisen. Das Problem: In den fünf Partien gelang jedoch auch kein Sieg, weshalb die Mannschaft als Elfter nur drei Punkte vor dem Abstiegsrelegations-Platz liegt. Der letzte Dreier datiert vom 25. November, als ein 2:1-Sieg in Hannover gelang. Nach der anschließenden Niederlage in Bielefeld (1:3) folgte die Remis-Serie. „Natürlich sorgen die Unentschieden dafür, dass wir schon länger ungeschlagen sind. Aber sie lassen uns auch das Gefühl des Sieges vermissen", betonte er. "Und dieses Gefühl wollen wir schnell wie möglich wieder erleben."