"Das Maximale herausholen": Hertha schielt auf Platz vier
Die Hertha zeigte sich zuletzt in bestechender Form, holte aus den letzten fünf Spielen starke 13 Punkte. Nach zwei Auswärtssiegen soll nun im Heimspiel gegen den FCK nachgelegt werden. Geht vielleicht sogar noch was nach oben?
"Konzentrieren uns auf das Sportliche"
Die heftigen Ausschreitungen beim Auswärtsspiel der Herthaner in Dresden hallen weiterhin nach, die Geschehnisse werden noch immer aufgearbeitet. Die Vorkommnisse und deren Folgen gehen auch nicht spurlos an der Mannschaft vorbei, wie Chefcoach Stefan Leitl auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Lautern zugibt. "Wir sprechen natürlich darüber, es ist ein präsentes Thema in der Mannschaft", so Leitl. "Ich muss aber auch sagen, dass von Vereinsseite alles dafür getan wurde, dass wir uns ganz auf das Sportliche konzentrieren und die Mannschaft auf Kaiserslautern vorbereiten konnten. Das ist auch das Einzige, worum wir uns kümmern sollten", stellt der Übungsleiter klar. Der Auftrag von Leitls Mannen sei demnach klar: Realistisch bleiben, aber die sich bietenden Chancen nutzen. "Es wäre schön, wenn wir jetzt noch mal nachlegen könnten. Platz vier und fünf sind nur drei Punkte entfernt. Wenn es möglich ist, da einen zu schnappen, wollen wir das tun. Wir möchten das Maximale aus der Saison herausholen", sagt der 48-jährige.
Um Herthas Ambitionen gegen den FCK Taten folgen zu lassen, muss Leitl jedoch auf der wichtigen Spielmacher-Position personell umstellen. Der zuletzt gesetzte Josip Brekalo fehlt aufgrund einer Rotsperre, der mögliche Ersatz Michael Cuisance ist mit muskulären Problemen noch fraglich. "Wir möchten diese Zehnerposition gerne beibehalten. Mit Maurice Krattenmacher und Jeremy Dudziak hätten wir weitere Alternativen", sagt Leitl zu möglichen Ersatzkandidaten. Auch der Einsatz von Verteidiger Linus Gechter (Infekt) ist offen. Bessere Nachrichten gibt es bei Kennet Eichhorn, der in Dresden nach Verletzung sein Comeback feierte und gegen den FCK eine Option für die Startelf ist.
"Müssen ausbilden und Transfererlöse erzielen"
Für Luca Schuler ist der Gast aus der Pfalz ein gern gesehener Gegner. Fünf Treffer konnte er in den letzten drei Partien gegen die "Roten Teufel" erzielen. Diese Treffsicherheit erhofft sich Leitl auch diesmal wieder. "Im besten Fall schießt Luca wieder ein Tor. Der Kampf mit Dawid [Kownacki] ist total offen. Er spielt aktuell seine beste Zweitligasaison und kann sowohl von der Bank als auch in der Startelf Impact auf das Spiel haben", lobt Leitl seinen Schützling. Auch Tjark Ernst konnte in dieser Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machen und weckt demnach Begehrlichkeiten, die für Leitl verständlich sind. "Tjark hat sich in den Vordergrund gespielt. Es würde mich freuen, wenn er bleibt. Aber wir müssen auch ausbilden und Transfererlöse erzielen. Mal sehen, wie es weitergeht", so der gebürtige Münchner.