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"Der Start ist gelungen": Hansa zwischen Euphorie und Demut

IMAGO / Fotostand

Beim Last-Minute-Sieg gegen Arminia Bielefeld (2:1) am Samstagabend konnte der F.C. Hansa Rostock den zweiten Sieg der Saison, der gleichzeitig der zweite Ligasieg in Folge war, einfahren. Zwar zeigten sich die Akteure entsprechend erleichtert, doch die Saisonziele blieben natürlich bestehen.

Hansa liegt die Schlussphase

Schon beim 1:0-Auswärtserfolg fiel der erlösende Treffer von Kevin Schumacher in der Nachspielzeit, gegen Bielefeld war es nun Verteidiger Damian Roßbach, der nach einer Ecke in der 85. Spielminute den 2:1-Endstand besorgen sollte. Hansa liegt die Schlussphase derzeit. Doch nicht nur das. "Wir sind sehr, sehr gut reingekommen ins Spiel", bekundete FCH-Coach Jens Härtel nach dem Spiel beim "NDR". So habe das Team "vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben". Gerade auch nachdem es zwar in der Liga gut lief, aber die Leistungen doch noch wackelten, wie die bittere Pleite im DFB-Pokal bei Regionalligist Lübeck bewies.

"Wir haben jetzt eine Woche Scheiße gefressen, wie man auf Gutdeutsch sagt", gab auch der Übungsleiter zu. Die Reaktion stimmte ihn dafür umso glücklicher. So verspürte er "eine Mischung aus Wut und Gier, allen zu zeigen, dass man es besser kann." Dies habe sein Team "direkt auch auf dem Platz" getan. Gerade in der ersten halben Stunde, als auch Kai Pröger die "Kogge" in Führung brachte (25.). Allerdings folgte "eine Phase, die sich bis nach der Pause gezogen hat, wo wir tiefer gefallen sind." Sie war gleichbedeutend mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (48.), doch ein weiteres Mal zeigte sein Team eine passende Reaktion.

"So schnell wie möglich Punkte holen"

Wieder habe seine Mannschaft den "Faden in die Hand genommen" und den erneuten. Lucky Punch erzwungen. "Dass es am Ende ein Standard ist, ist egal", zeigte sich Härtel gleichgültig. Wichtiger war für ihn, dass der Erfolg "verdient" war: "Wir wollten es auch einen Ticken mehr", war er sich sicher. Das Ergebnis gibt ihm recht. Generell sei Rostock "auf einem guten Weg". Sechs Punkte nach drei Spielen sind eine gute Ausbeute – "gerade mit dem Programm die ersten fünf Spieltage", betonte Härtel. So wurde Aufstiegsfavorit Hamburg geschlagen, ebenso wie nun Bundesligaabsteiger Bielefeld. Es folgen noch die letztjährigen Aufstiegsaspiranten Darmstadt und St. Pauli.

Umso wichtiger seine Devise: "Du musst so schnell wie möglich Punkte holen." Von mehr wollten auch die Spieler noch nichts wissen. "Ich denke, wir sollten alle tief stapeln und demütig bleiben und versuchen, die magischen 40 Punkte zu erreichen, um die Klasse zu halten", sagte auch Matchwinner Roßbach. "Der Start", so könne der Trainer jetzt nach drei Ligaspielen sagen, "gelungen. Wir brauchen jetzt aber noch 34 Punkte, das ist eine ganze Menge." Dies werde auch bei den kommenden Aufgaben "nicht einfacher". Für den Moment sei es "doppelt schön, dass wir den Leuten hier eine Freude machen konnten", doch der Fokus richtet sich weiter auf das Ziel Klassenerhalt. Bereits am kommenden Samstag in Darmstadt wieder.