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DSC-Sportchef Arabi lobt Trainer: "Macht sehr, sehr gute Arbeit“

IMAGO / Ulrich Hufnagel

In einem Interview mit der "Neuen Westfälischen" blickte Arminia-Geschäftsführer Samir Arabi aus sportlicher Sicht auf das Jahr zurück und lobte die Arbeit seines aktuellen Teamchefs Daniel Scherning. Über dessen Vorgänger Uli Forte verlor er hingegen kein Wort.

Umbruch kostete "viel Arbeit und viel Energie"

Ein turbulentes Jahr auf der Bielefelder Alm neigt sich dem Ende entgegen. Es hatte verheißungsvoll begonnen mit einer stabilen Phase in der Bundesliga unter der Leitung von Frank Kramer. "Nach dem 1:0 gegen Union Berlin haben im Februar viele von einem weiteren Bundesligajahr geträumt", blickte Arabi zurück auf den letzten Sieg in der Saison 2021/22 am 23. Spieltag. Danach geriet die Arminia in einen Abwärtsstrudel aus schlechten Ergebnissen, einem Corona-Ausbruch und Verletzungspech, aus dem sie nicht mehr herauskam. Der Abstieg mit all seinen Konsequenzen verlangte von den Beteiligten "viel Arbeit und viel Energie".

Wenn viele Entscheidungen zu treffen sind, bleibt der eine oder andere Fehlgriff nicht aus. Als solch einer stellte sich Uli Forte auf dem Trainerposten heraus, der nach vier Niederlagen aus den ersten vier Punktspielen wieder entlassen wurde. Sowohl sportlich, als auch auf zwischenmenschlicher Ebene passte es nicht. Forte beschrieb neulich im "Kicker", dass ein „von Anfang bis Ende unterkühltes Verhältnis“ zu seinem Vorgesetzten Arabi geherrscht habe. Die "Neue Westfälische" hingegen berichtet davon, dass viele Personen im Verein den Ex-Trainer im täglichen Umgang anders erlebten, als er sich in den Bewerbungsgesprächen präsentiert hatte. Mit überhöhter Trainingsintensität und anderen zweifelhaften Inhalten verlor er aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse schnell das Vertrauen der Verantwortungsträger.

Arabi lobt Scherning: "Er lebt Arminia von morgens bis abends"

Arabi selbst wollte sich in seinem Jahresrückblick nicht mehr über seinen ehemaligen Angestellten äußern. Sein Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit dem gegenwärtigen Trainer, dem er ein gutes Zeugnis ausstellte: "Daniel Scherning macht sehr, sehr gute Arbeit. Er lebt Arminia Bielefeld von morgens bis abends und identifiziert sich voll mit der Sache.“ Der ehemalige DSC-Profi und Nachwuchstrainer hatte einen guten Start mit dem ersten Saisonsieg gegen Braunschweig, musste aber auch eine Serie von drei Niederlagen hintereinander überstehen. Obwohl die Arminia an das Tabellenende abrutschte, wurde Scherning vonseiten der Vereinsführung der Rücken gestärkt.

Die Arbeit des 39-jährigen brachte zum Hinrundenende drei Siege aus den letzten fünf Partien hervor. Diesen positiven Verlauf weiß Arabi richtig einzuordnen: "Aber wir werden in der Bewertung schauen müssen, warum uns dies nicht auch zuvor schon konstanter gelungen ist.“ Die daraus gewonnenen Erkenntnisse wird die sportliche Leitung sicherlich in die Vorbereitung auf die zweite Halbserie einfließen lassen, wenn es darum geht, die Arminia aus dem Abstiegskampf herauszuführen.