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F95 sucht seine Ideallinie – Wird diese in Würzburg gefunden?

Fortuna Düsseldorf macht es dem geneigten Beobachter nicht gerade leicht. Nach den beiden Punkteteilungen zum Auftakt gegen Eintracht Braunschweig (2:2) und bei Union Berlin (1:1) gibt es Leute, die der Meinung sind, dass es weder „Fisch noch Fleisch“ ist, was die Fortuna bisher abgeliefert hat. Andere sind jedoch der Ansicht, dass zwei Remis gegen solch starke Kontrahenten durchaus als ein Erfolg zu bewerten ist. Wahrscheinlich liegt auch hier fast schon traditionell die Wahrheit in der Mitte.

Viel Licht und Schatten bei der Fortuna

Bei genauerer Betrachtung der beiden Spiele fällt allzu schnell auf, dass jeweils die erste Halbzeit formidabel absolviert werden konnte, während es einen erheblichen Leistungseinbruch im zweiten Abschnitt gegeben hat. Sicherlich hat man speziell im ersten Auswärtsspiel an der Alten Försterei seinem Namen nicht unbedingt alle Ehre machen können, als ein Freistoß von Sergio da Silva in der letzten Spielminute nur an die Unterkante der Torlatte knallte und von dort zurück ins Spielfeld. Davor hat man jedoch, ähnlich wie im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig leichtfertig zahlreiche Kontermöglichkeiten nahezu leichtfertig vergeben. Dies sollte schnellstmöglich abgestellt werden, wenn man sich nicht wieder frühzeitig von den Aufstiegshoffnungen verabschieden möchte. Auch defensiv gab es bei einem druckvollen Spiel des Gegners die eine oder andere Nachlässigkeit im Bereich der Konzentration und Ordnung in der Abwehr. Es existieren noch einige Defizite bei den Schützlingen vom neuen Cheftrainer Oliver Reck, die jedoch zugleich auch mit einem ansehnlichen Kombinationsverhalten und einem schnellen und direktem Spiel zu überzeugen wissen, wie besonders beim 1:0 bei Union Berlin gekonnt vorgeführt. Immer mehr wird deutlich, als ob die Fortuna noch ihre Ideallinie sucht, aber noch nicht gefunden zu haben scheint.

Wiedenbrück dient als Warnschuss

Nun steht an diesem Wochenende die Hauptrunde im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers auf dem Programm. Keine allzu leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass auf der dortigen Trainerbank der Ex-Profi und langjährige Co-Trainer von Felix Magath mit Bernd Hollerbach sitzt. Der Regionalligist aus dem Freistaat Bayern besitzt eine formidable Qualität im eigenen Kader. Dies beweist auch die Tabellenführung in der Bayern-Staffel, die durch 19 von 21 Punkten eindrucksvoll untermauert werden konnte. Nun will die Fortuna ausgerechnet beim aufstrebenden Verein in Würzburg den ersten Saisonsieg einfahren und im kommenden Heimspiel gegen den Karlsruher SC gleich hinter herlegen. Schnell wird jedoch klar, dass sich bei den Kickers keine Nachlässigkeiten im Abwehrverhalten erlaubt werden dürfen. Man möchte zugleich auch von den Erfahrungen aus der Vorsaison lernen, als man gegen den Regionalliga West-Vertreter SC Wiedenbrück nach einer 0:1-Niederlage bereits in der ersten DFB-Pokalrunde ausscheiden mussten. Dies soll bei den Kickers in Würzburg tunlichst vermieden werden. Gewarnt sind die Rheinländer definitiv.