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Dynamo Dresden: Was geht noch nach oben?

Bereits nach 25 Spieltagen hat Dynamo Dresden nach dem 2:0 über den SV Sandhausen als Aufsteiger die 40-Punkte-Marke geknackt. Als derzeit Fünfter liegen die Sachsen sechs Zähler hinter dem Dritten aus Braunschweig. Nachdem sich Dynamo frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigte, stellt sich die Frage: Kann das Team um Torjäger Stefan Kutschke tatsächlich in den Kampf um den Bundesliga-Aufstieg eingreifen?

Positive Stimmung im Klub

Zwar ist die Herausforderung durchaus anspruchsvoll, doch gibt es einige Faktoren, die dafür sprechen, dass Dresden bei anhaltender Form noch zu einem echten Konkurrenten für die Top-Vier werden kann. Zum einen kann die Mannschaft von Uwe Neuhaus befreit aufspielen, ist das Saisonziel doch längst erreicht. Die Stimmung im Verein ist entsprechend positiv. Beim Blick auf die Konkurrenten im Rennen um Platz drei sieht das anders aus. In Hannover sah man das Ziel "Aufstieg" gefährdet, weshalb nach wochenlangen Spekulationen Daniel Stendel auf der Trainerbank durch André Breitenreiter ersetzt wurde. In Braunschweig weckte der Herbstmeistertitel Hoffnungen, zum Start der Rückrunde allerdings stotterte der Motor. Zuletzt siegte die Lieberknecht-Elf zwar in drei von vier Spielen. Souverän waren die Auftritte aber nicht. Gewann die SGD vier der letzten fünf Spiele in der Fremde, blieb man zuletzt Zuhause fünf Mal in Folge sieglos. Bis gegen Sandhausen endlich auch im DDV-Stadion der Knoten wieder platzte. Wer auswärts und vor eigenem Publikum konstant punktet, ist zwangsläufig oben dabei.

Kapitän Hartmann: "Die Leute glauben lassen"

Druck wollen sich die Spieler nicht machen, an ihrem sportlichen Ehrgeiz besteht dennoch kein Zweifel. "Wir wollen weiterhin so Fußball spielen wie bisher und oben dranbleiben", beschrieb SGD-Keeper Marvin Schwäbe bei "Dynamo-TV" das Ziel für die kommenden Wochen. Kapitän Marco Hartmann stellte klar, dass man die Saison "nicht irgendwie ausklingen" lassen, sondern das "Maximum rausholen" wolle. Man wolle "die Leute glauben lassen" und "auch selbst den Glauben entwickeln, da oben noch etwas ganz Großes zu schaffen, ohne es mit einer Kampfansage übertreiben zu wollen", erinnerte er an seine Aussage vor einigen Wochen.

Nach der Pause: SGD muss nach Stuttgart und Braunschweig

Was für Dynamo wirklich noch drin ist, wird sich unmittelbar nach der Länderspielpause zeigen. Dann tritt Dresden beim VfB Stuttgart an, der am vergangenen Spieltag die Tabellenführung an Union Berlin verloren hat und entsprechend motiviert ins Match gehen wird. Hartmann wollte "oben ranrücken, um in zwei Wochen wieder ein neues Highlight zu haben." Dessen kann er sich sicher sein. Das Spitzenspiel am 2. April ist bereits ausverkauft. 5.900 SGD-Fans, die sich Tickets über das Gästekontingent sicherten, werden ihr Team mindestens nach Schwaben unterstützen. Bei einem Sieg könnte man auf fünf Punkte bei dann noch 24 zu vergebenden Punkten an den Zweiten heranrücken. Bereits acht Tage später folgt in Braunschweig das nächste richtungsweisende Spiel bei Eintracht Braunschweig. Spätestens dann wird sich zeigen, ob das "Wunder von Elbflorenz" wahrgemacht werden kann. 22 Jahre nach dem Lizenzentzug und dem Abstieg aus der Bundesliga ist Träumen erlaubt.