• Facebook
  • Twitter

Eichner genervt: “Gegner hatte mehr Männlichkeit auf dem Platz“

IMAGO /Jan Huebner

Der Karlsruher SC scheint weiterhin in Heimspielen nicht in Tritt zu kommen. Bei der 1:3 Niederlage gegen den FC St. Pauli konnten die offensiv harmlosen Karlsruher nicht an die Leistung der Vorwoche anknüpfen und gingen verdient als Verlierer vom Platz. Trainer Christina Eichner wollte dem Schiedsrichter hierfür keine Vorwürfe machen, störte er sich aber vor allem bei seiner Mannschaft an einer Sache.

“Hätten noch Stunden spielen können“

Genauso wie vergangene Woche auf Schalke wollte der KSC auch im Heimspiel gegen den FC St. Pauli ein frühes Führungstor vorlegen. Dass trotz der aktiven Anfangsphase das Auswärtsteam in Front ging, nannte KSC-Trainer Christian Eichner in der anschließenden Pressekonferenz „in der Entstehung sicherlich ärgerlich“. Die Hamburger seien dann ein Gegner, der seine „fußballerische Reife und Qualität“ auf den Platz bringen konnte, seine Stärken in Umschaltaktionen bestens zur Geltung bringen konnte und in gewisser Weise auch das Kommando übernahm. “Und wenn ich dann mal diese zehn Minuten vor der Pause zusammen nehme: Elfmeter, 0:2 und die fünf, sechs Minuten nach der Pause, dann ist es glaube ich einer dieser Tage wo wir noch ein paar Stunden hätten spielen können“, fasste Eichner die ereignisreichen Momente zusammen.

“Wenn der Schiedsrichter pfeift, ist es Elfmeter.“ Dass die Entscheidung kurz vor der Halbzeit auf Strafstoß für St. Pauli zu entscheiden „sicherlich Ansichtssache“ sei, wollte KSC-Trainer Christian Eichner dennoch nicht als spielentscheidend ansehen. Vielmehr lobte er die gegnerische Mannschaft in höchsten Tönen und sprach von einer gewachsenen und gedankenschnelleren Mannschaft, die nicht umsonst, die Jahrestabelle 2021 anführt. Dass die Hamburger neben der „enormen Qualität, aber auch in einem weiteren Bereich die bessere Mannschaft waren, tat den Karlsruher weh, wie Eichner festhielt: „Am meisten hat mich gestört, dass der Gegner einen Schuss mehr Männlichkeit auf dem Platz hatte.

“Es war für mich ein Elfmeter“

Marvin Wanitzek, der den KSC in Vorwoche noch mit seinem sehenswerten Treffer zum Sieg führte, nahm trotz der individuellen Fehler die ganze Mannschaft in die Pflicht:“ Heute müssen wir uns alle an die eigene Nase fassen.“ Allerdings befand auch er, dass “es natürlich schwierig wird, gegen so eine qualitativ gute Mannschaft zurückzukommen“. Unterm Strich gehe die „Niederlage so auch verdient in Ordnung“. Im Gegensatz zu seinem Trainer sah er bei den “vielen 50/50-Entscheidungen“ schon eine Benachteiligung des Schiedsrichters für seine Mannschaft, wollte bei diesem aber auch nicht die Schuld für die Niederlage suchen. Für die kommende Aufgabe in Regensburg machte Wanitzek bereits eine Kampfansage: “Wir werden jetzt die Szenen anschauen, es besser machen und in Regensburg wieder auf Sieg spielen.“

Teamkollege Tim Breithaupt sprach von einer „verdienten Niederlage“ und gestand: “Es war für mich ein Elfmeter. Er kreuzt ein bisschen meinen Laufweg und dann laufe ich ihm etwas unglücklich in die Hacken.“