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"Ein herber Rückschlag": Schiri-Frust bei Werder Bremen nach Derbypleite

IMAGO / Team 2

Mit der 0:2-Pleite im Nordderby gegen den Hamburger SV sind die aufgekommenen Hoch-Gefühle beim SV Werder Bremen erstmal wieder dahin. Entsprechend enttäuscht zeigten sich die Akteure – auch wenn sie nicht alle Schuld bei sich selbst sahen.

Streitpunkt Stegemann

Das heiß ersehnte Duell gegen den HSV startete überaus suboptimal für den SVW. "Wir bekommen sehr schnell ein Gegentor und dann einen unnötigen Platzverweis. Kurz vor der Pause fällt dann das zweite Gegentor – es lief heute gegen uns", fasste Keeper Zetterer die ersten 45 Minuten zusammen und stellte damit bereits klar, dass die Hauptschuld für die erste Niederlage nach zuvor drei ungeschlagenen Spielen in den eigenen Reihen zu suchen scheint. Vor allem der Platzverweis von Routinier Groß ließ die Bremer jede Balance verlieren. "Wenn du schon eine gelbe Karte hast, kann man anders zum Ball gehen. Das muss Grosso nicht machen, das weiß er aber auch", mahnte Trainer Anfang nach der Partie.

Ebenso wenig Verständnis hatten die Verantwortlichen jedoch, als sie auf die Leistung von Schiedsrichter Sascha Stegemann angesprochen wurden. So wurde Werder-Angreifer Ducksch im Sechzehner vom gelb-verwarnten Schonlau zu Fall gebracht, bekam allerdings keinen Pfiff zugesprochen. "Das ist ein ganz klarer Elfmeter. Ich komme zu 100% an den Ball, bin mit dem Körper vor ihm und er klemmt meinen Arm ein. Am Ende trifft er mich auch mit dem Fuß unten nochmal", schilderte der Stürmer die Szene und auch sein Coach bestätigte, "dass es für uns alle ein Elfmeter war".

Weiser kannte Regel nicht

Auch ein weiterer Treffer des ehemaligen Hannoveraners blieb verwehrt – eine Schuld traf den Unparteiischen hier allerdings nicht. So versenkte der 27-Jährige einen Freistoß, bei dessen Ausführung sich Neuzugang Weiser jedoch unerlaubt in die Mauer geschoben hatte (42.). "Ich kannte die Regel einfach nicht. Es tut mir leid für Marvin und die Mannschaft", zeigte sich die Leihgabe aus Leverkusen reumütig. Auch Ducksch selber wies darauf hin, dass es "eine entsprechende Schulung" vor der Saison gegeben habe.

Zwar gestaltete sich der zweite Durchgang durchaus ausgeglichener – gerade nach dem Platzverweis für HSV-Kapitän Schonlau (52.) – war für den SVW, der somit auf den siebten Platz zurückfällt, am Ende nicht zu holen. "Wir hätten heute noch zehn, 20, 30 Minuten weiterspielen können und ihn nicht reinbekommen", sagte Ducksch im Interview bei "Sky". Dennoch könne "auf der zweiten Halbzeit aufgebaut" werden, wie Mitchell Weiser bekräftigte – auch wenn die Niederlage für Zetterer "ein herber Dämpfer" gewesen sei. Eine Chance, dies zu bestätigen, bietet sich den Bremern am kommenden Sonntag, wenn sie beim Aufsteiger Dynamo Dresden gastieren.