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"Ein perfekter Sonntag" – St. Pauli mit Offensivspektakel und "Null" hinten

IMAGO / MIS

Das war mal ein heißer Ritt am Sonntag-Nachmittag! Der FC St. Pauli hat sich nach zwei sieglosen Partien mit einer wahren Energie-Leistung zurück in die Erfolgsspur gebracht. Beim 3:0-Sieg über den Aufsteiger aus Magdeburg gab es mehrere erfreuliche Beobachtungen zu registrieren.

Eggesteins Knoten platzt früh

Wer am Sonntag-Nachmittag als St. Paulianer bei brütender Hitze den Weg ans Millerntor gefunden hatte, dürfte den Stadionbesuch nicht bereut haben. Denn die Braun-Weißen verwöhnten ihre Anhänger mit einem Offensivspektakel und zwei frühen Toren. Trainer Timo Schultz lobte im Anschluss sichtlich stolz, dass die Jungs bei den "Temperaturen so Gas gegeben und von Anfang an dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt haben". Und dieses Auftreten führte bereits nach drei Minuten zum Torerfolg, als Johannes Eggestein einen tollen Pass von Leart Paqarada aus spitzem Winkel vollendete. Sichtlich beflügelt legte der Neuzugang von Royal Antwerpen wenige Minuten später per Kopf das 2:0 nach.

Dies sorgte früh für Jubelstimmung und klare Verhältnisse, der Bann war gebrochen – auch für Eggestein persönlich. Denn der 24-jährige Mittelstürmer kam nach Hamburg mit dem schweren Auftrag, Guido Burgstaller zu ersetzen und wirkte bei allen Bemühungen in den letzten Begegnungen etwas glücklos vor dem Tor. Diesmal platzte der Knoten und fast hätte Eggestein noch ein drittes Tor nachgelegt, als ein weiterer Kopfball den Weg ans Quergestänge fand.

Debüt für Nemeth und erstes "Zu Null"-Spiel für Smarsch

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass Magdeburg nach desolater erster Hälfte wie die Feuerwehr aus der Kabine kam und ebenfalls zwei Aluminiumtreffer zu verzeichnen hatte. St. Pauli hatte in dieser Phase wohl das berühmte "Glück des Tüchtigen". Trainer Timo Schultz hob neben dem Doppeltorschützen Eggestein explizit die tolle Abwehrarbeit heraus: "[Die] war heute richtig gut, das gilt aber für vorne bis hinten." Und stellte die Basis für das 3:0 von Marcel Hartel dar, der sein erstes Saisontor mit dem Schnuller-Jubel feierte, er wird Vater.

Doch damit nicht genug an erfreulichen Nachrichten: In David Nemeth feierte ein Neuzugang nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Debüt und sorgte unter anderem dafür, dass zum ersten Mal dieses Saison bei Abpfiff die "Null" stand. Auch Dennis Smarsch, der in den ersten Saisonspielen einige Wackler drin hatte und in Sascha Burchert kürzlich einen neuen, namhaften Konkurrenten bekam, dürfte nach der Partie kräftig durchgeatmet haben. Schließlich war es sein erstes Spiel mit weißer Weste nach zehn erfolglosen Auftritten mit St. Pauli überhaupt. Und last but not least kam Jackson Irvine nach seiner ersten Partie als Kapitän am Millerntor nicht mehr aus dem Grinsen heraus und sprach von einem "perfekten Sonntag". Möglichkeit, diesen zu wiederholen, haben die Braun-Weißen nächsten Sonntag in Rostock.