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Eintracht Braunschweig: Entsetzen und Wut nach Ausschreitungen

© imago

In die Enttäuschung nach der 0:1-Niederlage im Relegationsspiel gegen den VfL Wolfsburg und den Frust über das Verpassen des Erstliga-Aufstiegs mischt sich bei den Verantwortlichen von Eintracht Braunschweig vor allem das Entsetzen und die Fassungslosigkeit über die Ausschreitungen einiger vermeintlicher Fans. Trauriger Höhepunkt abseits des Spielfeldes: Ein Ordner wurde nach einem Böllerwurf verletzt.

Deeskalierender Einsatz verhindert Schlimmeres

Nachdem einige Anhänger unmittelbar nach Abpfiff auf das Spielfeld liefen, konnte die Polizei das Aufeinandertreffen beider Fanlager verhindern und stellte den Platz zu. Dabei wurden die Einsatzkräfte vereinzelt mit Böllern und Pyrotechnik aus dem blau-gelben Lager beworfen. Zur Eskalation kam es dennoch nicht, da die Polizei auf die Provokationen der Randalierer nicht einging. Auch diesem Verhalten ist es wohl zu verdanken, dass es gestern Abend im Eintracht-Stadion nicht noch zu schlimmeren Szenen kam. Schließlich verließen die Fans den Rasen nach einer knappen Viertelstunde wieder.

Ordner erleidet Knalltrauma

Bereits während des Spiels kam es durch den Einsatz von Pyrotechnik zu einem Zwischenfall. Als nach Anpfiff der zweiten Halbzeit Böller in den Stadioninnenraum flogen, ging kurz darauf ein Ordner zu Boden und musste behandelt werden. Nach Informationen der ARD erlitt der Mann ein Knalltrauma, war aber am Abend wieder dienstfähig, wie Eintracht Braunschweig über Twitter verkündete. Der Großteil der Fans im Stadion reagierte mit Unverständnis auf die Randalierer

Ebel macht Randalierer an Niederlage mitschuldig

Unterdessen herrscht bei den Verantwortlichen des Vereins große Wut über das Verhalten der Täter. "Das ist sowas von bescheuert", ärgerte sich Präsident Sebastian Ebel gegenüber der "dpa". Der Böllerwurf habe zu einem Bruch im Spiel geführt, bezeichnete der 54-Jährige die Aktion als "unglaubliche Sauerei". Somit sprach er den Randalierern auch eine Teilschuld zu, das Spiel gegen den VfL Wolfsburg nach der unglücklichen Niederlage im Hinspiel (0:1) vor eigenem Publikum noch drehen zu können. So wird auch das nächste Heimspiel der Eintracht nach der Sommerpause in der 2. Bundesliga stattfinden. Ob es nach den Ausschreitungen am gestrigen Abend allerdings erneut vor vollen Rängen abläuft, wird Verhandlungssache des DFB sein.