• Facebook
  • Twitter

FC Schalke 04 verzichtet auf Protest gegen Werder-Spiel

IMAGO / RHR-Foto

Der FC Schalke 04 wird "aufgrund geringer Erfolgsaussichten" kein Protest gegen den umstrittenen Elfmeter beim 1:1 in Bremen einlegen – das gaben die Königsblauen am Sonntag bekannt. 

DFB gesteht Fehler ein

Stattdessen habe Schalke den Tag dazu genutzt, "um die grundsätzliche Anwendungspraxis des VAR zu hinterfragen". In einer persönlichen Kontaktaufnahme, die durch den DFB erfolgte, sei die Wahrnehmung der Verantwortlichen, Trainer und Spieler vom Samstag bestätigt worden: "Beim Zweikampf im Schalker Strafraum zwischen Henning Matriciani und Bremens Roger Assalé, von Schiedsrichter Tobias Stieler im laufenden Spiel nicht als Foul gewertet, lag keine klare und offensichtliche Fehlentscheidung vor, der VAR hätte nicht eingreifen dürfen und Schiedsrichter Stieler entsprechend erst gar nicht an den Monitor schicken dürfen."

In einem Statement am Sonntagmittag bestätigte die Sportliche Leitung der Elite-Schiedsrichter*innen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch offiziell, dass die TV-Bilder keine Beweise dafür lieferten, die ursprüngliche Entscheidung – kein Elfmeter – zu revidieren. Das DFB-Fazit: "Eine Intervention des Video-Assistenten war hier nicht angemessen" und dass "detektivische Detailarbeit nicht für Evidenz" spreche. Heißt: Wo kein Foul ist, muss und darf der Videoschiedsrichter auch keines suchen.

"Spiel nicht zu kompliziert machen"

"Am Ergebnis, nämlich dass wir statt drei nur einen Punkt mitnehmen, ändert das nichts. Wir sind aber davon überzeugt, dass dieses Wochenende, an dem auch an anderen Standorten strittige VAR-Entscheidungen getroffen wurden, genutzt werden muss, um wichtige Schlüsse für den Fußball zu ziehen", so Schalkes Sportvorstand Peter Knäbel.

Eine zentrale Erkenntnis: "Wir dürfen das Spiel nicht zu kompliziert machen, es muss verständlich und mit Blick auf die Regelanwendung für Fans und Beobachter berechenbar bleiben. Das war an diesem Wochenende nicht der Fall. Wir gehen davon aus, dass der DFB und seine Schiedsrichter die Spiele detailliert aufarbeiten werden." Unmittelbar nach der Partie in Bremen hatte sich Knäbel "schlichtweg betrogen" gefühlt, auch Trainer Dimitrios Grammozis hatte deutliche Worte gefunden.