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FCH zerlegt Bochum – Remis in Düsseldorf und Frankfurt

Am Sonntag standen in der 2. Bundesliga wieder drei Partien auf dem Spielplan. Der 1.FC Heidenheim fügte dabei dem VfL Bochum mit einem deutlichen 5:0 die erste Saisonniederlage zu. Fortuna Düsseldorf und RB Leipzig trennten sich 2:2. Außerdem musste sich der FSV Frankfurt gegen den FC St.Pauli mit einem 3:3 begnügen.

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Teigl trifft doppelt – Düsseldorf gleich zweimal aus

Im Kampf um die vorderen Plätze trafen Fortuna Düsseldorf und RB Leipzig aufeinander. Die Gäste mussten dabei auf ihren zuletzt treffsicheren Stürmer Yussuf Poulsen verzichten, für den Matthias Morys in der Spitze beginnen durfte. Die Gastgeber hatten zunächst ihre Probleme mit dem Pressing der Sachsen, dennoch gehörte den Rheinländern die erste Großchance. Ben Halloran spielte von der rechten Seite klasse in den Strafraum, aber der freie Erwin Hoffer verpasste den Ball um Millimeter. Nur drei Zeigerumdrehungen später jubelten dann die Gäste: Morys sprintete auf der linken Seite durch, fand in der Mitte den mitgelaufenen Georg Teigl, der zur Führung einschob (18.). Düsseldorf fand nun nicht mehr ins Spiel zurück und hatte enorme Probleme mit der Spielweise der Roten Bullen. Einzig durch Standardsituation kamen die Rheinländer vors Tor, doch diese brachten nichts ein. Erst nach dem Seitenwechsel wirkte Düsseldorf zielstrebiger, Halloran scheiterte jedoch mit einem Volleyschuss (50.). Erst ein Doppelwechsel von Fortuna-Coach Oliver Reck sorgte dann für die entscheidenden Impulse. Joel Pohjanpalo war direkt zur Stelle und verwerte eine unfreiwillige Vorlage von Jonathan Tah zum 1:1 (60.). Der Jubel auf den Rängen hielt jedoch nicht lange, da Teigl einen schnellen Angriff der Gäste zu seinem zweiten Tor des Tages abschloss (61.). Nun war deutlich mehr Tempo im Spiel und Fortuna spielte mutig auf den Ausgleich. Michael Liendl hatte die Chance, zielte jedoch aus der Distanz zu hoch (75.). Besser machte es dann Charlison Benschop, der einen Querschläger im Strafraum für die Füße bekam und etwas glücklich durch die Beine von RB-Torwart Benjamin Bellot zum Ausgleich traf (86.). So trennten sich beide am Ende Unentschieden, was nach den Spielanteilen auch angemessen war.

Bochum mit vielen Patzern – Heidenheim extrem effizient

In Heidenheim traf der bislang heimstarke FCH auf den auswärts in dieser Saison stets siegreichen VfL Bochum. Beiden Teams merkte man die breite Brust auch direkt an und die Zuschauer sahen einen flotten Start. Das erste Tor ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Eine Ecke von Marc Schnatterer konnte Patrick Mayer per Kopf aufs Tor bringen und der Oberschenkel von Tim Göhlert lenkte den Ball schließlich ins Tor (9.). Bochum schnürte nun die Hausherren in deren Hälfte ein, sorgten jedoch durch eigene Fehler für den nächsten Nackenschlag. Zunächst vertändelte Yusuke Tasaka den Ball, dann brachte Timo Perthel den stürmenden Mayer im Sechzehner zu Fall – Elfmeter. Schnatterer lief an und verwandelte sicher zum 2:0 (20.). Und Bochum war nun völlig von der Rolle. Danny Latza leitete mit einem krassen Fehlpass den nächsten Angriff des FCH ein, wobei die Kugel über Florian Niederlechner wieder bei Schnatterer landete, der souverän auf 3:0 erhöhen konnte (28.). Bochum zeigte Moral und versuchte zurück ins Spiel zu kommen, doch prombt schlug Heidenheim wieder zu: Diesmal war nach einer verlängerten Ecke Niederlechner am lange Pfosten zur Stelle – 4:0 (39.). Einen weiteren Fehlpass hätte der Stürmer kurz darauf fast zum nächsten Tor verwerten können, es blieb jedoch zur Pause bei vier Toren. Nach dem Wiederanpfiff blieb das Bild unverändert. Erst der eingewechselte Mikael Forssell sorgte für eine echte Torchance der Bochumer (63.). Kurz darauf vergab auch Simon Terodde aus vielversprechender Position (65.). Der VfL spielte zwar weiterhin auf den Ehrentreffer, doch jubelten erneut die Gastgeber. Robert Leipertz erhöhte nach Vorlage von Philip Heise auf 5:0 (77.). Nun war der Widerstand der Bochumer gebrochen und fast hätten kurz darauf Leipertz und Niederlechner sogar weiter erhöhen können. Am Ende blieb es dabei und der FCH bleibt weiterhin im eigenen Stadion unbesiegt. Für die Gäste war es die erste Pleite der Saison.

Pauli schlägt doppelt zu – FSV dreht das Spiel und verschenkt den Sieg

Nach zuletzt schwachen Auftritten stand der Tabellenletzte aus Frankfurt gegen St.Pauli schon gewaltig unter Druck. Die Gäste, deren Formkurve zuletzt etwas anstieg, nutzten die Verunsicherung der Bornheimer auch direkt und trafen ins Tor. John Verhoek stand jedoch deutlich im Abseits und der Trefer zählte nicht (11.). Die Hamburger spielten ansonsten vor allem defensiv sehr sicher und ließen nichts zu, ohne dabei jedoch selbst offensiv Akzente zu setzen. Ein strittiger Strafstoß sorgte letztlich für Aufregung. Lasse Sobiech ging nach einem leichten Ellbogenkontakt mit Tom Beugelsdijk zu Boden, Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte auf den Punkt und Christopher Nöthe verwandelte (32.). Nun war St.Pauli im Spiel und legte direkt nach: Marc Rzatkowski stürmte in den Strafraum und schob gekonnt an FSV-Torwart Patrick Klandet vorbei zum 2:0 ein (35.). Frankfurt ließ jedoch nicht den Kopf hängen, versuchte was nach vorne und wurde belohnt. Joni Kauko konnte einen von Philipp Tschauner abgewehrten Ball per Schlenzer ins Tor lenken (44.) und so ging das Spiel mit einem 1:2 in die Pause. Regelrecht beflügelt durch den Anschlusstreffer kamen die Bornheimer aus der Kabine und belohnte sich letztlich. Zunächst sorgte St.Pauli selbst durch ein unglückliches Eigentor von Philipp Ziereis für das 2:2 (58.), dann drehte der FSV das Spiel komplett. Vincenzo Grifo nahm einen geklärten Ball aus knapp 16 Metern sehenswert volley und sorgte für die Führung der Hausherren (62.). Nun nahm das Spiel an Fahrt auf, die Hamburger spielten mit offenem Visier, spielten aber besonders bei Kontern zu überhastet. Der eingewechselte Sebastian Maier versuchte es zweimal aus der Distanz, jedoch ohne Erfolg (80./82.). Schließlich waren es die Frankfurter selbst, die Pauli den Ausgleich ermöglichten. Beugelsdijk und Hanno Balitsch waren sich im Strafraum uneinig und ließen so Dennis Daube ungehindert zum Abschluss kommen, der sicher einnetzen konnte (86.). Ein bitter Punktverlust also für Frankfurt, die somit auf dem letzten Tabellenplatz verweilen.

FOTO:  FU Sportfotografie