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FCI bleibt kämpferisch: "Gibt erst ein Ende, wenn es wirklich zu Ende ist"

© IMAGO / Stefan Bösl

War es das jetzt für den FC Ingolstadt? Im Kellerduell mit Fortuna Düsseldorf setzten sich die formstarken Rheinländer souverän gegen die Elf von Rüdiger Rehm durch. Viel musste der Cheftrainer jedenfalls nicht zu dem Auftritt sagen – doch die Hoffnung lebt.

"Eigentlich alles erzählt"

Elf Punkte beträgt derzeit der Abstand zum Abstiegs-Relegationsplatz, der wohl als letztes Ziel der Schanzer in dieser Saison verbleibt. Schon nach vier Zeigerumdrehungen lagen die Ingolstädter in Düsseldorf zurück, schon zu Beginn der zweiten Hälfte war die Partie entschieden. Wieder einmal sah der FCI nicht chancenlos aus, doch am Ende werden die guten Ansätze nicht zu reichen. "Es war ein verdienter Sieg für Düsseldorf, weil wir in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht genutzt haben, die Fortuna schon", hielt Rüdiger Rehm nach Abpfiff fest.

Auch die Qualität in den Zweikämpfen sei ausschlaggebend für das Ergebnis gewesen, dann in den "entscheidenden Duellen waren sie uns einen Tick voraus". In Summe hat das nicht für einen Erfolg ausgereicht – und auf dem Papier ging Ingolstadt sogar baden. "Hinzu kam noch die gelb-rote Karte, damit ist eigentlich alles erzählt", fasste sich Rehm entsprechend kurz. Übeltäter Marcel Gaus, der in Düsseldorf die Kapitänsbinde trug, wird somit im Heimspiel gegen Schalke (Sonntag, 13:30 Uhr) fehlen.

Situation für FCI unverändert

Was bleibt für die Ingolstädter? Um die Marke von 34 Punkten zu erreichen, die wohl mindestens für den Klassenerhalt nötig sein wird, fehlen derzeit 19 Zähler – und nur noch neun Partien stehen aus. Das wäre ein Schnitt von 2,11 Punkten pro Partie, den derzeit nicht einmal Tabellenführer Werder Bremen erreicht. Aber gerade die Fortuna zeigt, dass es nicht unmöglich ist – immerhin holte Daniel Thioune zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen, die Düsseldorfer waren zuvor ebenfalls angeschlagen.

"Im Fußball haben wir schon vieles erlebt", hielt Rehm daher fest. "Von daher gibt es erst ein Ende, wenn es wirklich zu Ende ist. Daran müssen wir uns hochziehen." Ein mittel-großes Fußballwunder wäre es nach aktuellem Stand aber wohl schon, wenn Ingolstadt das Ruder noch herumreißen würde. Der Rückschlag in Düsseldorf spielt dabei für den FCI-Trainer gar keine übergeordnete Rolle: "Es ist ja nicht so, dass für uns jetzt eine neue Situation entstanden ist." Denn Punkte gewinnen muss der FCI so oder so – und zumindest das hat den Schanzern zuletzt hoffnungsvolle Ansätze gebracht.