FCI sichert Herbstmeisterschaft – Heimsiege für KSC und Union

Am Sonntag des 16.Spieltags sichterte sich der FC Ingolstadt mit einem 1:0-Sieg bei RB Leipzig vorzeitig die Herbstmeisterschaft. Ein früher Treffer von Pascal Groß (10.) besorgte die drei Punkte. Auch der Karlsruher SC setzte seine positive Serie fort und schlug Eintracht Braunschweig mt 1:0. Matchwinner dieser Partie war Manuel Torres mit seinem Treffer in der 39.Minute. In der dritten Partie konnte Union Berlin einen wichtigen 2:1-Heimerfolg gegen den FSV Frankfurt feiern. Steven Skrzybski (47.), Maximilian Thiel (71.) und Edmond Kapllani (90.+1) sorgten für die Tore.
FCI startet furios – Leipzig erwacht zu spät
Mit einem Sieg zum Herbstmeisterschaft – das war der Plan des FC Ingolstadt im Gastspiel bei RB Leipzig. Und so startete der Tabellenführer auch mutig und offensiv in die Partie. Bereits nach sechs Minuten lag das erste Tor in der Luft doch Benjamin Hübner brachte den Ball nach einer verlängerten Standardsituation knapp übers Gebälk. Besser klappte es wenige Zeigerumdrehungen später. Matthew Leckie schoss die Kugel volley ans Lattenkreuz, von wo der Abpraller vor den Füßen von Pascal Groß landete, der wiederum schnell reagierte und zum 1:0 einnetzen konnte (10.). Nach dem Treffer entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, wobei besonders Leipzig sehr hart in die Zweikämpfe ging. Trauriger Höhepunkt der ersten Hälfte waren dann die möglicherweise schweren Verletzungen von Terrence Boyd, der ohne gegnerische Einwirkung zu Boden gegangen war und Konstantin Engel – Gute Besserung von dieser Stelle. Spielerisch passierte vor der Pause nichts mehr, da der FCI defensiv nicht zu knacken war und nach vorne einen Gang zurück schaltete. Nach dem Seitenwechsel fand Leipzig zunehmend besser in die Partie, tat sich aber weiterhin schwer gegen die Abwehr der Gäste. Eine Ecke brachte dann erstmals Gefahr für den FCI, aber Daniel Frahns Kopfball konnte von Marvin Matip noch vor der Linie geklärt werden (62.). Kurz darauf konnten Schüsse von Dominik Kaiser und Ante Rebic gerade noch geblockt werden (65.). Aber auch Ingolstadt hatte noch Gelegenheiten, so ging eine von Matip verlängerte Freistoßflanke nur ganz knapp am Tor vorbei (71.). Auf der Gegenseite musste Torwart Özcan dann einen gewaltigen und platzierten Distanzschuss von Anthony Jung abwehren (75.). RB fiel nun nicht mehr viel ein, während der FCI sich lediglich aufs verteidigen konzentrierte. Nach einer hitzigen Schlussphase und insgesamt acht gelben Karten ging Ingolstadt als Sieger vom Feld und darf nun die Herbstmeisterschaft feiern.
Torres belohnt starken KSC – Eintracht lässt Chancen aus
Im Duell zweier zuletzt äußerst formstarker Teams machte zunächst besonders der Karlsruher SC Druck und ließ die Gäste aus Braunschweig nicht zur Entfaltung kommen. Nacht acht Minuten war der Ball dann erstmals im Netz, doch Hiroki Yamadas Treffer zählte wegen Abseits nicht – streitbare Entscheidung. Für die Eintracht diente dies jedoch als Hallo-Wach-Effekt und so kamen sie allmählich besser in die Partie und hatten selbst die große Chance zur Führung. Havard Nielsen flankte präzise auf Rafael Korte, der direkt abzog und das Gehäuse nur knapp verfehlte (23.). Für den KSC zimmerte Dominik Peitz den Ball genau in den Winkel, wo jedoch Eintracht-Keeper Ginkiewicz zur Stelle war (28.). Unterm Strich blieben die Badener auch gefährlicher und belohnten sich letztlich mit der Führung: Rouwen Hennings setzte sich stark auf der Außenbahn durch, fand Yamada, der Manuel Torres bediente und dieser schloss am Fünfmeterraum aus der Drehung unhaltbar zum 1:0 ab (39.). Den Gästen fiel vor der Pause keine Antwort mehr ein. Nach dem Wiederanpfiff konzentrierten sich die Badener verstärkt auf die Defensive und den Gästen fand dazu zunächst keine Lösung ein. Erst nach einer knappen Stunde hatte Seung-Woo Ryu die nächste Großchance, doch KSC-Torwart Dirk Orlishausen parierte stark und verdiente so den Ausgleich. Kurz darauf hatte Hendrick Zuck nach einem Konterchance die Doppelchance, scheiterte jedoch ebenfalls doppelt am Torwart der Hausherren (69.). Braunschweig war nun am Drücker, tat sich aber dennoch weiter schwer gegen die starke KSC-Abwehr zu weiteren Chancen zu kommen. So blieb es am Ende beim knappen Heimsieg des KSC, der damit Braunschweig überholen und den Relegationsplatz kann.
Müde erste Hälfte – Skrzybski legt den Schalter um
Nach zuletzt vier Auswärtssiegen in Folge wollte der FSV Frankfurt bei Union Berlin den nächsten Erfolg einfahren. Von Beginn sahen die Zuschauer jedoch ein recht ausgeglichenes Spiel und zunächst keine echten Strafraumszenen. Erst nach zwanzing Minuten setzten die Eisernen durch einen abgefälschten Torschuss von Sebastian Poler ein erstes Ausrufezeichen (20.). Kurz darauf war es wieder Polter, der nach einem Ballverlust der Frankfurter frei vor FSV-Keeper Klandt mit einem Lupfer scheiterte (26.). Auch in der Folge wirkten die Berliner gefährlicher, auch wenn im ersten Durchgang keine wirklich zwingenden Aktionen mehr zustande kamen. Besser aus Sicht der Gastgeber begann dann die zweite Hälfte. Damir Kreilach setzte Polter toll in Szene, der das Auge für den freien Steven Skrzybski hatte. Der junge Stürmer schloss aus der Drehung ab und traf zur Führung der Berliner (47.). Die Bornheimer versuchten nun mehr nach vorne, kamen aber weiterhin nicht zu nennenswerten Abschlüssen. Die Eisernen warteten hingegen auf die Gelegenheit zum Konter und so kam es letztlich auch: Nach einem Ballverlust im Mittelfeld fand Benjamin Köhler mit seinem Zuspiel Skrzybski, der durch die Gasse Maximilian Thiel bediente. Der Angreifer blieb cool und traf frei vor FSV-Schlussmann Klandt zum 2:0 (71.). Wenig später war es wieder Thiel, der diesmal mit seinem Schuss aber an Klandt scheiterte (73.). Die Bornheimer waren geschlagen, durften aber am Ende doch nochmal jubeln. Edmond Kapllani brachte in der Nachspielzeit den Ball im Netz der Hausherren unter, konnte damit aber die Niederlage nicht mehr verhindern. Union konnte somit endlich wieder einen Heimsieg feiern und sich etwas vom Tabellenende absetzen.