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FCI trennt sich von Trainer Roberto Pätzold – André Schubert übernimmt

IMAGO

Der FC Ingolstadt hat die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Roberto Pätzold getrennt, auch Sportchef Florian Zehe muss gehen – das gaben die Schanzer am Sonntagabend bekannt. Neuer Chefcoach ist André Schubert.

Erst ein Sieg nach acht Spielen

Nur vier Punkte aus acht Spielen und der vorletzte Tabellenplatz: Der Saisonstart des FC Ingolstadt ist ohne Frage misslungen. Am Samstag kassierte der FCI beim 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf bereits die sechste Saison-Niederlage und die dritte hintereinander. Die Folge: Für Trainer Roberto Pätzold und Sportchef Florian Zehe ist mit sofortiger Wirkung Schluss. "Nach den jüngsten Ergebnissen und Eindrücken sahen sich die Verantwortlichen zum Handeln gezwungen und haben nun die Entscheidung für eine personelle Neubesetzung im sportlichen Bereich getroffen", teilte der FCI am Sonntagabend nach "intensiv geführten Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung" mit.

Geschäftsführer Manuel Sternisa erklärt: "Zunächst gilt Florian Zehe und Roberto Pätzold unser Dank für ihren Einsatz im Dienste des FC Ingolstadt 04 über viele Jahre hinweg. In der neuen Konstellation wollte es uns aber, aufgrund verschiedenster Umstände, nicht gelingen, den Weg der Schanzer so weiterzugehen, wie wir uns das alle erhofft hatten." Deshalb tue die Entscheidung "sehr weh", doch über allem stehe am Ende der Erfolg des Vereins, so Sternisa. Pätzold hatte den Cheftrainer-Posten erst im Sommer von Aufstiegscoach Tomas Oral übernommen. "Um unser oberstes Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen, haben wir die Notwendigkeit gesehen, unmittelbar einzugreifen", so Aufsichtsratsvorsitzender Karl Meier. "Deshalb setzen wir jetzt einen kräftigen Impuls auf der Schlüsselposition des Cheftrainers."

Schubert übernimmt

Künftig wird André Schubert an der Seitenlinie stehen. Der 50-jährige Fußballlehrer, der bereits unter anderem in Paderborn (2009-2011), Mönchengladbach (2015-2016), Braunschweig (2018-2019) und zuletzt in Kiel (Juli bis September 2019) tätig war, blickt auf 115 Zweit- und 45 Erstliga-Spiele als Trainer zurück. Bereits am Montag wird er seine erste Einheit leiten und am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel auf Schalke erstmals auf der Bank sitzen. "Mit André Schubert bekommen wir einen erfahrenen und gleichzeitig emotionalen Fachmann, der an den entscheidenden Rädchen drehen und wieder ein Feuer entfachen kann", sagt Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied Peter Jackwerth. Dem 64-Jährigen zufolge habe man "sehr genau beobachtet und abgewägt", welche Reize gesetzt werden müssten, "um in dieser unheimlich starken 2. Bundesliga zu bestehen".

Über die Nachbesetzung der vakanten Position in der sportlichen Leitung soll "in den kommenden Wochen entschieden" werden, wie der FCI mitteilte. Bis diese feststeht, wird Jackwerth die Aufgaben in diesem Bereich übernehmen. "Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unserem neuen Trainer schnellstmöglich die richtigen Hebel zu finden und sie mit aller Macht umzulegen“, so der Vorstandsvorsitzende.