FCK geht im Derby 0:4 unter: "Wurden eiskalt ausgekontert"

In seinem ersten Heimspiel als neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern erlebte Friedhelm Funkel ein 0:4-Debakel gegen den Karlsruher SC. Nach einer zähen, torlosen ersten Halbzeit fiel die Mannschaft nach der Pause mit dem ersten Gegentor komplett auseinander. Ein bitterer Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg.

"Die Mannschaft hat nicht die Stabilität, die ich mir vorstelle"

Vor dem Südwestderby lag viel Druck auf dem Kessel. Nach zwei Niederlagen aus den letzten drei Ligaspielen sollte der FCK endlich wieder etwas Zählbares auf dem Betzenberg behalten. Zunächst schien Funkels Matchplan bei seiner Heimpremiere aufzugehen. Die Mannschaft stand kompakt hinten drin und neutralisierte das Geschehen. "Die Mannschaft hat es in der ersten Halbzeit ordentlich gemacht, solange wir die Kompaktheit herstellen konnten. Das Spiel war von Taktik geprägt, es gab keine Torchance für den KSC oder für uns", zeigte sich der FCK-Trainer durchaus zufrieden mit der Leistung im ersten Durchgang.

Nach dem Wiederanpfiff kippte das Spiel auf eine eigenwillige Art und Weise. Die Roten Teufel wurden mutiger und hatten die erste Chance durch Marlon Ritter. "Mit Beginn der zweiten Halbzeit wollten wir etwas mehr riskieren und wären auch fast in Führung gegangen, aber der Torhüter hat es mit einer großartigen Parade noch vereitelt." Im direkten Gegenzug fiel das 0:1 durch Marvin Wanitzek. Ein echter Wirkungstreffer für die Hausherren, der komplett die Ordnung verlor. "Da hat man gesehen, dass die Mannschaft noch nicht die Stabilität hat, die ich mir vorstelle, wenn wir etwas mehr Risiko gehen müssen", konstatierte Funkel. Der KSC nutzte jede Konterchance eiskalt und mit jedem Treffer verunsicherte er die Lauterer immer weiter.

"Habe schon genauso bittere Situationen gehabt"

Doch woran lag es, dass die Mannschaft nicht mehr in die Zweikämpfe kam? An der gegenüber dem KSC um fünf Kilometer geringeren Laufleistung wollte der 70-jährige die Pleite nicht festmachen. Vielmehr mangelte es an der Passgenauigkeit im Spiel nach vorne. "Wir waren heute nicht durchschlagskräftig genug. Wir haben schlecht die Bälle in den Strafraum gespielt. Deswegen hatten wir wenig Tormöglichkeiten." Im Vergleich zum Nürnberg-Spiel fehlten zudem die Räume für das Umschaltspiel. "Da müssen wir gucken, wie wir personell das eine oder andere verändern können."

Funkel muss nun auf seine ganze Erfahrung zurückgreifen, um die Spieler wieder aufzurichten: "Ich habe schon Situationen mit Mannschaften gehabt, die genauso bitter waren." Schon ab morgen soll genau analysiert werden, warum die Lauterer erneut so anfällig waren, denn mit 48 Gegentoren stellen sie nun wieder schwächste Defensive der Liga. Am nächsten Spieltag steht ein ganz wichtiges Spiel auf dem Programm. Die momentan noch hinter dem FCK liegenden Rostocker, die morgen noch in Düsseldorf spielen, gastieren auf dem Betzenberg zum Abstiegsgipfel. "Wir werden genau schauen, wer im Laufe der Woche in der Lage ist, dieses Ergebnis zu verarbeiten, dass sie gegen Rostock selbstbewusst auflaufen werden." Trotz des Rückschlags ist Funkel überzeugt, dass seine Mannschaft in der nächsten Woche ein anderes Gesicht zeigen wird.

 

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