FCK schafft Befreiungsschlag: "Das war die korrekte Antwort"

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich für die letztwöchige Derby-Pleite rehabilitiert und mit einem wichtigen Dreier gegen Hansa Rostock die Abstiegsplätze verlassen. Dabei konnten sie sich auf ihre Lebensversicherung Ragnar Ache verlassen, der alle drei Tore erzielte. 

"Wir sind kompakt und geschlossen aufgetreten"

Nach dem verheerenden 0:4 gegen den Karlsruher SC forderte Friedhelm Funkel von seiner Mannschaft mehr Kampf und Einsatz, um sich im Sechs-Punkte-Spiel bei Hansa Rostock zu behaupten. Und seine Worte zeigten Wirkung: von Beginn an präsentierte sich der FCK mutig und entschlossen. Die verbesserte Einstellung und das frühe Tor waren für den Trainer die entscheidenden Faktoren: "Es freut mich vor allen Dingen, dass die Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt hat. Sie ist kompakt und geschlossen aufgetreten, hatte das notwendige Glück und durch das frühe Führungstor Sicherheit bekommen." Der dreifache Torschütze Ache pflichtete dem Trainer bei: "Das war die korrekte Antwort, die wir heute gezeigt haben. So müssen wir weitermachen."

Nach dem 1:0 blieben die Lauterer hungrig und zwangen den Gegner mit frühem Anlaufen zu Fehlern. Lediglich Hansa-Torwart Markus Kolke verhinderte weitere Treffer. Der Platzverweis vor der Halbzeit hätte eigentlich den Gästen in die Karten spielen müssen, doch nach dem Seitenwechsel wurde Rostock besser. "Hansa hätte dem Spiel zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Wende bringen können - trotz der Gelb-Roten Karte. Da war ich nicht zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir waren nicht konzentriert und hatten in diesen Momenten Glück", räumte Funkel ein. Da zeigte sich, dass die Roten Teufel noch nicht ganz sattelfest sind.

"Es scheint sich was in der Mannschaft zu tun"

Mit zunehmender Spieldauer machte sich aber die Überzahl bemerkbar: "Wir haben drauf gesetzt, dass bei Hansa wegen der Unterzahl die Kräfte nachlassen, und so war es dann auch." Ache legte zwei weitere Tore nach und stockte sein Konto auf nunmehr 12 Tore auf. Damit kletterte er auf Platz vier im Torjäger-Ranking. "Es wird jetzt nur noch besser", versprach er. Dass der Sieg aus Funkels Sicht ein Tor zu hoch ausfiel, kann den Lauterern nur recht sein, denn auch die Tordifferenz kann im Kampf um den Klassenerhalt noch eine Rolle spielen. Durch den Dreier rückte der FCK auf Tabellenplatz 15 vor und liegt nun einen Punkt vor Eintracht Braunschweig.

Die veränderte Mentalität, die seine Schützlinge an den Tag gelegt haben, nimmt der Trainer als positives Zeichen zur Kenntnis: "Es scheint sich was in der Mannschaft zu tun, so wie ich es gefordert hatte. Und das muss sich in den nächsten Wochen fortsetzen." Am kommenden Sonntag steht gleich das nächste Kellerduell gegen den VfL Osnabrück an. Dann sind die Akteure in der Pflicht, ihre heimischen Fans zu versöhnen.

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