FCK überzeugt mit Defensivarbeit: "Wir wollten keinen Schönheitspreis"

Verteidigungsfußball statt Tiki-Taka: Gegen Arminia Bielefeld (0:0) konzentrierte sich das Team von Torsten Lieberknecht rein auf die eigene Defensivarbeit und nahm damit einen Zähler mit, der vor allem wichtig für das Selbstvertrauen in der Verteidigung ist.

Die Null muss stehen

"Aus unserer Sicht war es extrem wichtig, dass wir auch mal wieder so ein Spiel abgeliefert haben", äußerte sich FCK-Chefcoach Torsten Lieberknecht nach der Partie auf der Pressekonferenz und meinte damit die Willensarbeit seiner Mannschaft, keine Tore zu kassieren. Zuletzt hatten die Lauterer am zweiten Spieltag (ohne Überzahl) gegen den FC Schalke zu Null gespielt. "Bezüglich Bielefeld wussten wir, dass man ihnen mit ihren schnellen Spielern nicht viel Platz in der Offensive anbieten darf, denn sonst geht man hier als Verlierer vom Platz", erklärte der Trainer die Beweggründe für seinen Spielplan. "Wir wollten keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten. Und das ist uns gelungen", lautete das zufriedene Fazit.

Semih Sahin erklärte am Mikrofon ebenfalls, weshalb die "roten Teufel" auf der Alm auf den einen Zähler bedacht waren: "Wir haben den Gegner analysiert und festgestellt, dass Arminia nach Schalke die zweitschlechteste Mannschaft darin ist, einen tief stehenden Gegner zu bespielen". Auch der Ex-Bielefelder Fabian Kunze verstand den taktischen Kniff seines Coaches und verwies auf die vergangenen "schlechten" Auswärtsspiele: "Wir wollten dieselben Fehler nicht nochmal machen". Zudem wisse jeder, der den FCK kennt, dass der Kampf "immer im Vordergrund" stehe. Und das habe man "über 90 Minuten gut umgesetzt".

"War heute nicht unsere Prämisse"

Etwas kritischer zeigte sich hingegen Maxwell Gyamfi, welcher betonte, dass man die Umschaltsituationen "sauberer" hätte ausspielen müssen. Sein Coach zeigte sich ebenfalls leicht frustriert, weil Marlon Ritter "nach einem extrem sauberen Konter" den Lucky Punch hätte setzen können. "Dennoch war es nach vorne zu wenig. Aber das war heute nicht unsere Prämisse", erklärte Lieberknecht des Weiteren. Es sei wichtiger gewesen "heute mal eine andere Facette zu zeigen, die keine schöne ist, aber die enorm wichtig ist, um auch mal einen Punkt zu sichern". Und dies gelang dem FCK.

Nach dem Spiel ist allerdings auch vor dem Spiel, wie man an den Kommentaren von Sportdirektor Marcel Klos ebenfalls erkennen konnte: "Jetzt haben wir noch ein Heimspiel. Da versuchen wir natürlich den Dreier zu holen und wenn wir dann mit 30 Punkten in die Winterpause gehen, dann sind wir alle zufrieden", sagte dieser am Mikrofon und machte dabei deutlich, dass man gegen den 1. FC Magdeburg keinen Anti-Fußball erwarten dürfe.

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