FCM-Nullnummer: "Mit Platzverweis war das Spiel durch"

Trotz der wiederum unerfüllt gebliebenen Hoffnungen auf den zweiten Sieg nacheinander kehrte der 1. FC Magdeburg nach der Nullnummer beim SC Paderborn mit einigen positiven Erkenntnissen heim. Mehr Verärgerung als über insgesamt dürftigen Auftritt herrschte über den zumindest diskutablen Platzverweis für Luca Schuler.

"Man sieht, dass es kein Rot sein darf“

FCM-Trainer Christian Titz machte auf der Pressekonferenz aus seinem Unverständnis für die Entscheidung kein Hehl: ´"Aus meiner Position sah es sogar so aus, als ob Luca seinen Gegenspieler trotz aller Dynamik erst überhaupt nicht und dann erst später mit dem anderen Fuß berührt hat. Es ist ärgerlich, weil es kein Rot war, und wenn man sich die Bilder anschaut, sieht man auch, dass es kein Rot sein darf. So fallen Entscheidungen mittlerweile unterschiedlich aus, das können wir nicht mehr ändern. Aber es ist auch schade, weil er nun auch noch doppelt bestraft ist.“

Die Umstände des Platzverweises gegen den Stürmer passten allerdings zur durchwachsenen Leistung der Gäste. "Es war von uns kein gutes Spiel“, bilanzierte Titz nach dem vierten Auswärtsspiel in Folge ohne Sieg. "Erst sind wir nicht gut ins Spiel reingekommen, haben sehr fehlerhaft gespielt und den Ball schnell verloren, und in der zweiten Halbzeit waren wir auch mit Ball nicht mehr gut.“

Ob für seine zum dritten Mal in den vergangenen vier Begegnungen unbesiegte Mannschaft ohne Unterzahl letztlich mehr drin gewesen wäre, wollte Titz nicht behaupten: "Nach dem Platzverweis war das Spiel für uns durch.“

Vorsprung durch verbesserte Abwehrarbeit

Beim Blick auf die Tabelle können die Elbestädter allerdings vorerst entspannt bleiben. Zwar schrumpfte der Vorsprung auf die Gefahrenzone leicht zusammen, aber immerhin hat Magdeburg noch ein Polster von sieben Zählern auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Die beruhigende Momentaufnahme vor dem Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg ist zweifellos auch auf verbesserte Abwehrarbeit zurückzuführen. In Paderborn blieb das Titz-Team schon zum fünften Mal in den bisherigen sieben Spielen der Rückrunde ohne Gegentor. Zum Vergleich: In der gesamten Hinrunde stand die Null gerade ganze zweimal.

"Wir machen weniger individuelle Fehler“, lobte Titz seiner Defensive: „Das war für den Punkt wieder wichtig, weil es zu solchen Spielen auch einmal gehört, dass man einfach wegverteidigt.“

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