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Fortuna Düsseldorf hadert nach "nicht verdienter Niederlage"

IMAGO / Ulrich Hufnagel

Trotz eines ansehnlichen Auftritts und zwischenzeitlicher Führung verlor Fortuna Düsseldorf das Samstagsspiel gegen den SC Paderborn mit 1:2 – und verpasste so den Sprung auf den Relegationsrang. Entsprechend frustriert äußerten sich die Beteiligten. Eine taktische Umstellung sorgte allerdings für viel Freude.

Doppelspitze als Trumpf

Während sich die Düsseldorfer und Paderborner in der ersten Halbzeit noch größtenteils gegenseitig neutralisierten, war Halbzeit zwei von Offensivaktionen und spielerischer Klasse beider Teams geprägt. "Wir haben Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Die Paderborner haben es uns richtig schwer gemacht, das muss man so ehrlich sagen", empfand Fortuna-Spielführer Edgar Prib nach dem Schlusspfiff. Doch nach diesem eher zurückhaltenden Kräftemessen kamen die Fortunen mit viel Wucht. Nachdem ein erster Treffer vom wendigen Petersson noch durch den Videobeweis aberkannt wurde (56.), machten es die Stürmer Rouwen Hennings und Dawid Kownacki kurz darauf besser und stellten verdient auf 1:0 (64.).

Vor allem der Umstand, dass die beiden Stürmer in der zweiten Halbzeit Seite an Seite spielten, sorgte durchweg für Gefahr – empfand auch Hennings selbst: "Durch die Doppelspitze konnten wir Paderborn nach der Pause etwas besser unter Druck setzen. Wir hatten immer wieder Chancen" resümierte der eingewechselte 33-jährige Torschütze. Beim Tor sei Kownacki "genau richtig durchgestartet" und "mit Übersicht quergelegt", sodass der seit 2016 in Düsseldorf spielende Hennings leicht zu seinem neunten Saisontor kommen konnte. Auch Trainer Rösler vernahm, dass das Sturm-Duo für mächtig Druck sorgte: "In der zweiten Halbzeit haben wir umgestellt, was uns gutgetan hat. Folgerichtig gehen wir mit 1:0 in Führung", empfand er.

"Sind sehr enttäuscht"

Dass am Ende trotz all dieser positiv empfundenen Elemente und eines ausgeglichenen Torschussverhältnisses von 15 zu 15 doch eine Niederlage stand, lag an einem Doppelschlag der ebenfalls spielstarken Paderborner (71./73.). Vor allem der Umstand, dass das zwischenzeitlich 1:1 durch einen Freistoß fiel, sorgte für Frust. "Durch einen Freistoß, der vermeidbar war, fällt der Ausgleich", fasste Prib die Situation zusammen. Anschließend könne "alles passieren". Was passierte, war, dass der SCP dranblieb und durch eine starke Kombination das 1:2 erzielte. Auch Stürmer Hennings befand es als "sehr ärgerlich", die Tore in so kurzer Abfolge hingenommen zu haben.

Was blieb, war Frust. "Wir haben es nicht verdient, dieses Spiel zu verlieren", empfand Coach Rösler und fügte hinzu, dass das Team "unheimlich viel investiert" habe und nun entsprechend "sehr enttäuscht" sei. Lange hadern kann die Fortuna allerdings nicht. Nur einen Punkt hinter dem HSV, der am Sonntagmittag nachlegen kann – und ein Nachholspiel in der Hinterhand hat–, bleibt der Relegationsplatz in Sichtweite. Jedoch könnten auch die vor den Düsseldorfern liegenden Kielern mit ihren nachzuholenden Partien enteilen. Kopf hängen lassen, war dennoch nicht angesagt. "Für uns geht es jetzt darum, zu regenerieren. Dann wartet der KSC", schaute Rösler abschließend nüchtern in die Zukunft. Vielleicht reicht die Erkenntnis um die Durchschlagskraft der Doppelspitze, um im Endspurt noch genügend Punkte zu sammeln – auch wenn am Samstag drei wichtige verloren gingen.