Fortuna: Mit Ruhe gegen die Krise

Mit dem letzten Tabellenplatz zur ersten Länderspielpause hätte in Düsseldorf vor der Saison wohl keiner gerechnet. Dass die Integration der zahlreichen Neuzugänge ein wenig Zeit benötige, dürfte wenige überrascht haben, doch schließlich kam auch eine Handvoll Pech dazu und so steht nach fünf Spielen nur ein magerer Punkt auf dem Konto der Fortuna. Im Rheinland bleiben die Verantwortlichen aber weiter ruhig, sehen vor allem das Positive und geben ihren Spielern die nötige Zeit. Auch die Zuschauer gingen diese Linie zuletzt mit und vertrauen in die Stärke der Kramer-Elf.

Fünf enge Spiele - Glück im Pokal

Der Rückblick auf die ersten Wochen der Saison zeigt ein entsprechend enges Bild. In keinem Spiel war Düsseldorf deutlich unterlegen, verlor jeweils nur mit einem Tor Differenz und hätte oftmals auch selbst als Sieger vom Feld gehen können. Beispielsweise in den Heimspielen gegen Paderborn und Freiburg (beide 1:2) bewiesen die Fortunen vor eigenem Publikum, dass sie spielerisch durchaus mit den beiden Absteigern mithalten konnten und einiges an Potential in der Mannschaft steckt. Lediglich in der letzten Konsequenz im Abschluss und in der Stabilität der Defensive mangelte es noch bei den Düsseldorfern. Selbst im DFB-Pokal bei Regionalligist Rot-Weiß Essen offenbarte sich diese Problematik und der Favorit kam mit einer Portion Glück im Elfmeterschießen weiter.

Von Unruhe keine Spur - Neue Alternativen sorgen für mehr Möglichkeiten

Gut vorstellbar was bei anderen Vereinen nach einem solchen Start los wäre. In Düsseldorf bleiben die Verantwortlichen, wie auch die Fans weiter ruhig und vertrauen in Trainer Frank Kramer und sein Team. Sicherlich dürfte das nächste Spiel gegen 1860 München (So., 13:30) dennoch als stark richtungsweisend angesehen werden. Gegen die Löwen erwarten alle den ersehnten ersten Sieg und somit den ersten Schritt aus dem Keller. Dabei mithelfen soll unter anderem Neuzugang Kerem Demirbay, der kurz vor Ende der Transferperiode aus Hamburg ausgeliehen wurde. Nach einem Kurzeinsatz in Nürnberg könnte der Mittelfeldspieler gegen München in die Startelf rutschen. Auch Fabian Holthaus ist nach Verletzungspause endlich einsatzbereit und dürfte eine Option auf der linken Abwehrseite sein. Neue Möglichkeiten also für Trainer Kramer, die natürlich auch den Konkurrenzkampf um die Kaderplätze erhöhen. Ersetzt werden muss dagegen Mathis Bolly, der sich zuletzt einen Muskelfaserriss zuzog. Am Wochenende wird sich dann zeigen, ob die Besonnenheit der Fortunen das wirksame Mittel gegen die Krise ist und der ambitionierte Verein endlich die ersten Schritte zum anderen Ende der Tabelle gehen kann.

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