FSV: Schwache Abwehr gegen Siegen - Klandt wird zum Helden

Für die meisten Fans des FSV Frankfurt war klar, dass der Regionalligist aus Siegen in der ersten Runde des DFB-Pokals ein nicht allzu großes Problem darstellen sollte, die Siegener waren aber auch von sich überzeugt, sodass es ein vielversprechendes Spiel werden sollte. FSV-Trainer Benno Möhlmann hatte vor dem Spiel betont, dass das Spiel kein Selbstläufer werde, diese Aussage sollte sich noch bewahrheiten. Der FSV setzte sich am Wochenende erst im Elfmeterschießen gegen den Viertligisten Sportfreunde Siegen durch, nach einem 2:0 Rückstand schaffte man sogar die 3:2-Führung. In der letzten Minute der Verlängerung glich der Gastgeber allerdings zum 3:3 aus. Das Elfmeterschießen entschieden die Bornheimer für sich, der Held dabei wurde Klandt, der insgesamt drei Elfmeter hielt, unter anderem auch den letzten und entscheidenden. liga2-online.de erklärt, warum sich die Hessen so schwer taten.

Miserable Abwehrleistung und Platzverweis

Gleich zu Anfang der Partie hatte Frankfurt gute Aktionen, man kombinierte sich nach vorne, nutzte die Chancen aber nicht. Das rächte sich, als nach einem fatalen Fehler in der Abwehr das 1:0 für die Sportfreunde fiel. Auslöser war der Ballverlust von Huber im eigenen 16er, es sollte jedoch nicht die einzige Unsicherheit des 29-jährigen im Spiel werden. Nachdem Huber seinen Gegenspieler im Strafraum aus den Augen verloren hatte, fiel das 2:0, die Blamage drohte. Nach guten Aktionen nach vorne schaffte man erst den Anschluss, danach durch einen Elfmeter auch den Ausgleich. Kurz vor Ende des Spiels sah Marcel Kaffenberger die rote Karte, nachdem er einen allein aufs Tor zulaufenden Siegener stoppte. Auch das war das Produkt von mangelhafter Abwehrarbeit der Bornheimer. Mit dem darauffolgenden Freistoß fiel zwar der Treffer, der allerdings nicht zählte. Mit 2:2 ging es in die Verlängerung, nach einer guten Offensivaktion fiel das 2:3 für die Gäste, Siegen konnte jedoch wieder ausgleichen, als Bouadoud sich im Strafraum durch setzte und den Ball sehenswert versenkte.

Möhlmann: „Anerkennung für die Siegener Mannschaft“

Wie Benno Möhlmann nach dem Spiel betonte, war der FSV nicht so überzeugend, wie es ein Zweitligist im Spiel gegen einen Viertligisten eigentlich sein sollte. Insgesamt empfindet der Trainer das Weiterkommen aber als verdient. Im nächsten Spiel, auswärts gegen Nürnberg. kann man damit rechnen, dass Alexander Huber zunächst auf der Bank Platz nehmen wird, seine schwachen Leistungen im Pokalspiel haben dem Trainer wahrscheinlich zu Denken gegeben.

Fazit

Die Bornheimer hatten teilweise gute Aktionen nach vorne, die Abwehr agierte jedoch unsicher und ist auf jeden Fall verbesserungswürdig. Mit ein wenig Glück schaffte man den Einzug in die nächste Runde, ob man mit der gleichen Leistung in der Hintermannschaft gegen höherklassige Mannschaften gewinnen oder in der 2. Liga Erfolg haben wird, ist fraglich. Die Fehler in der Abwehr erinnerten an die letzte Saison in der 2. Liga, mit der Verpflichtung von unter anderem Tom Beugelsdijk wollte man das Problem lösen. Ob das mit der Zeit noch kommt, wird sich zeigen.

FOTO:  FU Sportfotografie

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