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"Hätten gerne mehr mitgenommen": FCN ordnet Leistungsstand ein

IMAGO / Zink

Das 0:0 am Samstagabend gegen Hannover 96 sorgte beim 1. FC Nürnberg nur für verhaltene Stimmung. Die anstehende Länderspielpause verleitete die Akteure trotzdem zu einem Zwischenresümee – welches nicht allzu schlecht ausfiel.

Grundtugenden

Neun Spiele, neunmal ungeschlagen. Eine Serie, die sich – vor allem mit Blick auf die vergangenen Spielzeiten des Clubs – durchaus beachtlich lesen. Dass am Samstagabend ein sechstes Unentschieden dazu kam, sorgt jedoch dafür, dass es für ganz oben derzeit noch nicht reicht. "Wir sind hinten stabil, es fehlen nach vorne noch ein, zwei Sachen, die wir noch verbessern müssen, damit wir so ein Spiel auch gewinnen", ordnet FCN-Coach Robert Klauß die Leistung seiner Mannschaft entsprechend ein. Auf den vierten Platz, den die Nürnberger somit innehaben, "gehören wir im Moment leistungsmäßig auch hin", befindet der Übungsleiter und stellt damit ein positives Zwischenfazit aus.

Grundlage dafür sei, dass sich das Team "jung, fleißig und lernwillig" zeige, wie Klauß befindet. Zustimmung, dass die Grundtugenden umgesetzt werden, fand er auch innerhalb der Mannschaft. So befand Routinier Schindler: "Wir müssen wissen, wie wir bis hierhin gekommen sind: mit Demut, Bodenständigkeit und harter Arbeit." Um punktetechnisch noch erfolgreicher zu sein, brauche man noch "mehr Kontrolle". Die Serie der ungeschlagenen Spiele solle dennoch "so lang wie möglich halten", gab der Abwehr-Hüne an.

Umstrittene Unterzahl

Dass so viel über Grundlegendes gesprochen werden konnte, lag indes daran, dass das 0:0 gegen Hannover nicht übermäßig viel bot – außer knapp 15 Minuten. In diesen wurde dem Club ein Tor aufgrund einer denkbar knappen Abseitsstellung von Shuranov aberkannt wurde (66.) und er wurde durch eine umstrittene Gelb-Rote gegen Dovedan dezimiert (79.). "Der Schiedsrichter hat für mich bis auf diese Situation ein richtig gutes Spiel gemacht. Zu diesem Platzverweis muss man sagen: das ist nie im Leben eine Gelb-Rote Karte", ist sich Klauß sicher. Und auch Schindler hätte sich "mehr Fingerspitzengefühl" gewünscht.

Doch auch in Unterzahl habe der FCN anschließend "gut verteidigt und selbst noch nach vorne gespielt", wie Klauß feststellte und hätte entsprechend für die ansprechende Leistung "gerne mehr mitgenommen". Nun steht die Länderspielpause an. Ein Umstand, der dem Coach nicht unbedingt gefiel. "Wir sind gerade wieder im Rhythmus, jetzt ist schon wieder Pause", klagte er und sprach davon, dass die Zwangspause "nicht gelegen käme". Nach dieser wartet dann Aufsteiger Dresden, gegen den die angefangene Serie trotz ungelegener Pause wohl fortgesetzt werden soll.