Hamburger Euphorie nach perfektem Einstand: "Herausragend gemacht"

Zum Start in die neue Zweitliga-Saison stand für den Hamburger SV ein 3:1-Auswärterfolg auf Schalke, was natürlich alle Beteiligten erfreute. Dafür dass es am Anfang dennoch nicht so gut aussah für den HSV führte HSV-Coach Tim Walter auf die ungewohnten Begleitumstände zurück. Ein Akteur erhielt zudem ein Sonderlob vom Trainer. 

"Eine unfassbare Stimmung"

Nach einem Jahr der Stille in Deutschlands Fußballstadien erwarteten die Rothosen zum Auftakt gleich 19.770 gegnerische Fans. Eine Wucht, mit der erst einmal klargekommen werden musste. "Es war eine unfassbare Stimmung. Das hat man meiner Mannschaft gleich zu Beginn angemerkt. Sie war ein Stück weit überrascht, wie laut es auf dem Platz war", gestand HSV-Coach Tim Walter nach seinem ersten Pflichtspiel auf der HSV-Trainerbank. Ein früher Rückstand (8.), ein verschossener Elfmeter (28.) und ebendiese euphorischen Fans: Alles schien gegen die Rothosen zu laufen.

Doch falsch gedacht. So sei das 0:1 "der Rückruf für uns" gewesen, wie der Übungsleiter analysierte. "Wir sind drangeblieben und haben unseren Fußball auch nach dem verschossenen Elfmeter durchgezogen. Es war bemerkenswert zu sehen, dass die Mannschaft an sich geglaubt hat", lobte Neu-Spielführer Sebastian Schonlau seine Kollegen.

Spiel gedreht

Nach dem Seitenwechsel war der HSV dann kaum noch zu stoppen. Erst ein Abstauber-Tor durch Robert Glatzel (53.), der den nach Gelsenkirchen abgewanderten Terodde in der Sturmspitze ersetzte, sowie ein Doppelschlag in den Schlussminuten durch den eingewechselten Heyer (83.) und Bakery Jatta (89.) machten den Traum-Einstand in die Saison perfekt. "Wir sind mutig geblieben, haben ganz viel investiert und uns letztlich mit schönen Toren belohnt", fasste Walter die zweiten 45 Minuten zusammen. Am Ende habe es seine Mannschaft "herausragend gemacht". Und auch Neuzugang Jonas Meffert befand: "Auf Schalke beim absoluten Favoriten zu gewinnen ist was ganz Besonderes."

Ein Spieler musste aus dem Kollektiv dennoch hervorgehoben werden: Schlussmann Daniel Heuer Fernandes, der mit starken Paraden gegen Ouwejan (56.) und zweifach Terodde (61./88.) den Sieg der Hanseaten festhalten konnte. So wirkte es nahezu als Understatement, dass Trainer Walter lediglich von einem "starken Rückhalt" nach dem Abpfiff sprach. Nach diesem Start, der fraglos für Euphorie sorgen wird, bleibt es nun abzuwarten, ob dem HSV im fünften Anlauf die Rückkehr in die Eliteklasse gelingen soll. "Jetzt freuen wir uns alle unfassbar auf nächste Woche, wenn wir vor unseren Fans spielen dürfen", blickte Meffert auf das kommende Heimspiel gegen Dynamo Dresden voraus. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Euphorie-Welle des HSV anhalten kann.

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