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Bestätigt: Daniel Thioune ist neuer HSV-Trainer

© imago images / osnapix

Der Hamburger SV meldet Vollzug: Daniel Thioune ist neuer Trainer und tritt damit die Nachfolge von Dieter Hecking an. Der 45-Jährige kommt vom VfL Osnabrück und bringt Merlin Polzin als Co-Trainer mit. Das Duo unterschrieb bis 2022.

300.000 Euro Ablöse

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, als Trainer nach dem Maximum zu streben. Auch wenn ich mich in Osnabrück und beim VfL sehr wohl gefühlt und mir die Entscheidung den Verein zu verlassen nicht leicht gemacht habe, möchte ich nun die Herausforderung beim Hamburger SV annehmen und freue mich darauf", verabschiedet sich der 45-Jährige "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" aus Osnabrück. "Für mich ist die Aufgabe beim HSV eine große Herausforderung, die ich mit viel Fleiß, Teamwork und Herz angehen möchte."

Mit Thioune verliert der VfL seinen Erfolgstrainer. Seit 2013 war der 45-Jährige für den VfL aktiv, arbeitete zunächst als Nachwuchstrainer und übernahm im Oktober 2017 den Cheftrainer-Posten. In seiner ersten Saison führte er die abstiegsbedrohten Niedersachsen zum Klassenerhalt in der 3. Liga, im Jahr darauf folgte die Meisterschaft und der souveräne Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der abgelaufenen Serie belegte Thioune mit dem VfL den 13. Platz und schaffte damit den Liga-Verbleib. Da sein Vertrag beim VfL noch bis 2021 lief, wurde eine Ablösesumme fällig. Nach "Bild"-Angaben soll diese bei 300.000 Euro liegen. Zuletzt führte Osnabrück mit Thioune Gespräche über eine Verlängerung – ohne Ergebnis. Neben dem 45-Jährigen wechselt auch Co-Trainer Merlin Polzin zum HSV. Der gebürtige Hamburger war einst als Jugendcoach für den Klub tätig.

"Wir können die sportliche Entscheidung von Daniel Thioune nachvollziehen, nach zweieinhalb äußerst erfolgreichen Jahren als Cheftrainer des VfL Osnabrück nun den nächsten Schritt zu einem der größten Klubs in Deutschland zu machen", erklärt VfL-Sportdirektor Benjamin Schmedes. "Gute und erfolgreiche Arbeit weckt Begehrlichkeiten. Natürlich wären wir sowohl mit ihm als auch mit Merlin Polzin als Co-Trainer den gemeinsamen Weg gerne weitergegangen."

Ziel: Aufstieg

Beim HSV tritt Thioune die Nachfolge von Dieter Hecking an, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert hat. Das Ziel bei den Norddeutschen in der kommenden Saison ist klar: Im dritten Anlauf soll endlich der Wiederaufstieg in die Bundesliga her. Allerdings werden die Rothausen ihr Budget dafür runterfahren müssen. Laut der "Bild" sollen statt 30 "nur" noch 23 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Entsprechend sind mit Blick auf Neuzugänge keine großen Sprünge drin. Doch dass Thioune aus begrenzten Mitteln das Maximum herausholen kann, hat er beim VfL in den letzten Jahren bewiesen. "Wir haben mit Daniel Thioune einen Trainer geholt, der in Osnabrück mit überschaubaren Mitteln eine Mannschaft stetig weiter entwickelt hat", weiß auch HSV-Sportvorstand Jonas Boldt. "Er passt zu unserer den etwas veränderten Möglichkeiten angepassten Ausrichtung. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm und haben von der ersten Kontaktaufnahme an gespürt, dass Daniel für diese Herausforderung brennt."

Beim VfL beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger. Schmedes sagt dazu: "Die Rolle des Cheftrainers ist eine der zentralen Positionen in einem Klub, so dass wir nun mit Hochdruck aber in aller Sorgfalt an der Neubesetzung arbeiten. Dabei gehört es zu meinen Aufgaben als Sportdirektor vorbereitet zu sein, wenn ein derartiger Fall eintritt."