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Hannovers Fehlstart perfekt: "Darf man sich nicht erlauben"

IMAGO / Ulrich Hufnagel

Trotz großer Hoffnungen vor dem Saisonstart kassierte Hannover 96 bereits am 3. Spieltag die zweite Pleite und macht beim 2:4 gegen Paderborn den Fehlstart perfekt. Ausschlaggebend war für die Beteiligten eine schwache zweite Halbzeit sowie eine wacklige Defensive. 

Gute erste Hälfte

Lange machten es die Niedersachsen im Auswärtsspiel in Paderborn wirklich gut und kamen dem nahe, was viele sich von dem runderneuerten Team versprachen. Starke Offensivaktionen sorgten für zwei eigene Treffer gegen eine ebenfalls hoch eingeschätzte Paderborner Mannschaft. Lediglich ein unglückliches Eigentor von Luka Krajnc (28.) trübte den Eindruck ein wenig, sodass lediglich eine 2:1-Führung zur Pause stehen sollte, nachdem Nielsen (12.) und Teuchert (37.) für 96 trafen.

"Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt", wusste auch Keeper Ron-Robert Zieler. Selbst das ganze Spiel betrachtend sah Trainer Stefan Leitl "ein Zweitligaspiel aus dem oberen Regal mit vielen Chancen auf beiden Seiten inklusive jeweils zwei, drei Lattentreffern." Dass am Ende trotzdem hängende Köpfe bei den Hannoveranern den Eindruck beherrschten, sollte mit dem zu tun haben, was nach der Pause folgte: Ein kompletter defensiver Einbruch.

Katastrophale zweite Hälfte

"Insgesamt war das keine gute zweite Hälfte", beschrieb Zieler nüchtern. "Warum, wieso, weshalb", das sei nach dem Abpfiff "schwer zu sagen." Zumindest das Wie scheint ziemlich eindeutig. Ohne jeden Zugriff kassierten die 96er binnen acht Minuten drei Treffer – wobei einer noch glücklicherweise für die Gäste aberkannt wurde. Auch das vernahm der Keeper, der beim zwischenzeitlichen 3:2 selbst patzte (60.): " Nach dem Ausgleich hatten wir eine Phase von 15, 20 Minuten, in der wir den Faden verloren haben."

Diesen Faden gewannen die Landeshauptstädter auch nicht mehr zurück. Kurz vor Schluss hagelte es das entscheidende 4:2 (88.). Mit der Offensive zeigte sich nach Spiel auch Leitl "zufrieden", doch was ihm Sorgen bereitete, war das andere Ende des Feldes. "In der Defensive haben wir nicht gut verteidigt", wodurch es auch generell "nicht gut" gewesen sein. "Wir haben viel Aufwand betrieben in der Offensive, hinten war es zu wenig", bemängelte er ziemlich deutlich. Mit nur einem Punkt nach drei Spielen ist der Fehlstart Hannovers perfekt. Lediglich Platz 15 bedeutet die bisherige Leistung. Eine Chance auf die Wende gibt es in der kommenden Woche gegen Regensburg. Dann muss aber auch die Defensive funktionieren.