• Facebook
  • Twitter

Hansa verliert nach gewohntem Muster: "Mannschaft total down"

IMAGO / Agentur 54 Grad

Wieder einmal die bessere Mannschaft gewesen, wieder einmal verloren. Auch beim 0:1-Jahresauftakt gegen Hannover 96 zeigte der F.C. Hansa Rostock gute Ansätze, stand aber am Ende ohne Punkte da. Die Schuld auf einzelne abwälzen wollte Trainer Härtel nach dem Spiel dennoch nicht.

Gegentor als Bruch im Spiel

17:5 Torschüsse, mehr Ballbesitz und die bessere Zweikampfquote: Die Statistiken der Rostocker nach dem Spiel gegen Hannover lesen sich wie die eines Gewinners. Die Wahrheit ist aber brutal: 0:1 hieß es am Ende des Heimspiels. "Ich bin natürlich total unzufrieden", klagte FCH-Trainer Jens Härtel nach der Niederlage auf der Presskonferenz. Auch "die Mannschaft ist total down", nachdem eine "gute erste Halbzeit mit vielen Torchancen" ein weiteres Mal nicht zum Sieg reichte. Dies Tatsache war es, die Härtel massiv störte. So habe sein Team eigentlich "zwingend in Führung gehen müssen", zumal auch der Gast aus Niedersachen "nicht so richtig gefährlich" agierte, doch damit wurde es nichts.

Vor allem Haris Duljevic' Möglichkeit nach 20 Minuten hätte durchaus die Führung bedeuten können – "müssen", wenn es nach Härtel geht. Trotz aller positiver Ansätze müsse der Bosnier an seinem Abschluss "noch arbeiten". So kam es wie so häufig in dieser Spielzeit: Nach einem "katastrophalen Fehlpass" von Simon Rhein erzielten der Sechsundneunziger das einzige Tor des Abends und entführten die drei Punkte aus dem Ostseestadion. Nach dem Tor sei "Hannover dann aktiver gewesen" und die Mannschaft habe "den Schock verdauen müssen", sodass ein Remis nicht mehr gelingen sollte.

Verkettung von Fehlern

Vor allem die Repetition der Ereignisse störte den Coach total. Es sei gewesen "wie so häufig in Heimspielen". Was Härtel damit meinte? "Ein Fehler und dann bist du im Hintertreffen". Neben der Chancenverwertung, die auch schon gegen Karlsruhe und Ingolstadt im vergangenen Jahr katastrophal war, wurde auch die Schludrigkeit scheinbar mit in das neue Jahr genommen. Durch die Pleite rutschen die Rostocker auf den 15. Rang der Tabelle und haben nun nach einem Spiel mehr als die Konkurrenz nur noch drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Alleinig Rhein wollte Härtel dennoch auch nicht die Schuld an der Situation geben. Viel mehr störte Härtel der Einwurf zuvor, der nach hinten gegeben wurde, aber auch "Thomas Meißner kann da länger oben bleiben", bemängelte er die Verkettung von Fehlern. Allzu lange hadern konnte der Übungsleiter jedoch nicht, steht doch schon am Mittwoch das Pokalduell gegen RB Leipzig an. Dort sollte der Wunsch des Trainers möglichst erfüllt werden, der sich danach sehnte, "dass wir auch mal wieder in Führung gehen".