Hansas Verhoek ärgert sich über VAR: "Will in diesem Stadion nicht schauen"

Die Szene führte zu einem der großen Aufreger beim 1:1 zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem 1. FC Nürnberg. In der 59. Minute spielte FCN-Profi Johannes Geis den Ball mit dem Oberarm im Strafraum. Der Pfiff blieb aus. Was Hansa-Stürmer John Verhoek mächtig ärgerte.

"Wenn ich meckere, werde ich gesperrt"

Nach einer Flanke von Nico Neidhart landete der Ball schließlich bei John Verhoek. Johannes Geis gesellte sich dazu und bekam den Ball im Zweikampf an den Oberarm. Der Aufschrei im Stadion und vor allem bei Verhoek war groß. Die Forderung nach einem Elfmeter war vehement. Doch Schiedsrichter Robin Braun ließ die Partie weiterlaufen. Auch der VAR meldete sich nicht beim Unparteiischen.

Was Hansas Angreifer gar nicht passte. "Ich habe das letzte Woche gegen Sandhausen schon drei Mal gesehen und die schauen nicht mal. In diesem Stadion will der VAR gar nicht schauen", echauffierte sich der 33-Jährige am Mikrofon der "Sportschau". Grundlegend wollte er sich gar nicht erst über die Szene äußern, denn "wenn ich über den Schiedsrichter meckere, werde ich gesperrt", machte der Niederländer kein Geheimnis daraus, aktuell nicht der größte Fan des DFB zu sein.

"Müssen auch mal einen für uns bekommen"

Schon in der Vorwoche bei der 0:1-Niederlage gegen den SV Sandhausen haderte die Kogge mehrfach mit den Schiedsrichter-Entscheidungen und fühlte sich auch da bei Handspielen benachteiligt. "Das passiert so oft hier zu Hause. Das muss der VAR auch mal mitbekommen, damit wir einen Elfter gekommen", so Verhoek. "Hand ist Hand. Wir haben auch schon einen gegen uns bekommen, wir müssen auch mal einen für uns bekommen", meinte der Rechtsfuß.

Immerhin gelang in der Nachspielzeit noch der Ausgleich durch Nils Fröling. So war nicht alles schlecht. "Mit der Mentalität der Mannschaft bin ich voll zufrieden, heute war aber mehr drin." Der Angreifer haderte auch mit einer Kopfball-Chance in der 87. Minute, die knapp über das Tor ging. "Letztes Jahr sind die Kopfbälle noch rein." So bleibt der Angreifer bei einem Saisontor.

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