Heimsiege für Lautern, Ingolstadt und Darmstadt
Am Sonntag des 3. Spieltags standen drei Spiele auf dem Programm. Auf dem Betzenberg trennten sich der 1.FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig mit 2:1. Dennis Kruppke bracht die Gäste früh in Führung (3.), danach spielten die Roten Teufel jedoch klar besser und gewannen durch Treffer von Karim Matmour (11.) und Srdjan Lakic (54.) verdient. Der FC Ingolstadt feierte seinen ersten Saisonsieg durch ein 2:0 gegen Greuther Fürth. Matthew Leckie (62.) und Pascal Groß (81.) sorgten für die Tore. In Darmstadt bestätigten die Lilien weiterhin ihre tolle Startform und siegten gegen den VfR Aalen mit 2:0. Hanno Behrens (59.) und Dominik Stroh-Engel (71.) konnten sich als Torschützen feiern lassen.
Kruppke trifft früh – Danach dominiert der FCK
Nach einem recht guten Start in die neue Saison waren Kaiserslautern und Braunschweig vor der heutigen Partie noch ohne Niederlage und wollten nun das nächste Ausrufezeichen setzen. FCK-Trainer Kosta Runjaic wechselte im Vergleich zum letzten Ligaspiel nur im Tor, wo Tobias Sippel nach Sperre zurückkehrte. Auch sein Gegenüber Torsten Lieberknecht tauschte lediglich auf einer Position und brachte Matthias Henn für Rafael Korte. Gleich zu Beginn versuchten beide Teams nach vorne zu spielen, was den Gästen zunächst besser gelang. Nach einem Einwurf der Pfälzer am eigenen Strafraum, gewann die Eintracht den Ball und Havard Nielsen legte super ab auf Ken Reichel, der gedankenschnell reagierte und in der Mitte Dennis Kruppke bediente. Der Stürmer nahm den Ball sehenswert volley und traf zur frühen Führung für Braunschweig (3.). Der FCK schüttelte sich kurz und war direkt um eine Antwort bemüht und die folgte auch direkt. Nach einem langen Abschlag von Sippel, verlängerte Srdjan Lakic den Ball per Kopf in den Lauf von Karim Matmour. Der Algerier marschierte auf rechts, zog nach innen und vollendete gekonnt im langen Eck (11.). Spätestens jetzt kontrollierten die Roten Teufel die Partie und drückten die Gäste zunehmend in deren Hälfte. Die richtig gefährlichen Szenen blieben jedoch trotz klarer Überlegenheit des FCK noch aus. Kurz vor dem Pausenpfiff hätten dann beide Teams in Führung gehen können, doch Kevin Stöger verpasste auf der einen (43.) und Mirko Boland auf der anderen Seite (44.). Nach dem Wiederanpfiff blieben die Pfälzer am Drücker und drückten weiter aufs Gästetor. Für den ersten Aufreger sorgte dann erneut der auffällige Matmour, als er in den Strafraum eindrang und zu Fall gebracht wurde. Die Folge: Elfmeter. Und den verwandelte Lakic gewohnt sicher zur 2:1-Führung der Roten Teufel (54.). Danach wurde die Partie hitziger und umkämpfter. Lautern blieb aber stärker und hatte durch die Dominique Heintz die große Chance zur Vorentscheidung (61.).Danach zogen sich die Pfälzer etwas zurück und ließen die Gäst kommen, die so durch Nielsen zur ersten echten Torchance nach dem Wechsel kamen (76.). Beim FCK sorgten dann die eingewechselten Amin Younes und Philipp Hofmann für neuen Schwung, wobei Hofmann per Kopf an Latte scheiterte (79.). Die Eintracht versuchte zwar in der Schlußphase Druck auszuüben, konnte jedoch nicht durch die FCK-Abwehr kommen. Stattdessen ließ Lautern erneut über durch Hofmann in der Nachspielzeit die Chance zur Entscheidung liegen. Unterm Strich blieb es beim verdienten 2:1. Kaiserslautern bleibt somit unbesiegt und startet gut in die Saison. Für Braunschweig war die Niederlage ein erster kleiner Rückschlag.
Fürth startet gut – Ingolstadt nach der Pause effizient
Nach zwei Unentschieden in der Liga und dem bitteren Pokalaus in Offenbach, stand der FC Ingolstadt gegen den noch unbesiegten Gast aus Fürth schon ein wenig unter Druck. Beide Teams wechselten im Vergleich zum DFB-Pokal ordentlich durch, aber nur die Gäste fanden direkt gut ins Spiel. Erste Torchancen durch Thomas Pledl (7.), Niko Gießelmann (8.) und Tom Weilandt (11.) konnten jedoch von FCI-Keeper Ramzan Özcan entschäft werden. Erst nach etwa zwanzig Minuten fanden die Hausherren besser in die Partie, große Chancen blieben nur aber auf beiden Seiten Mangelware. Stattdessen nahm das Spiel Ende der ersten Hälfte an Härte zu, wodurch der Spielfluß durch viele Fouls unterbrochen wurde. Nach einer zerfahrenen Schlussphase ging das Spiel ohne Tore in die Pause. Danach änderte sich zunächst wenig und die Zuschauer sahen weiterhin viele Zweikämpfe und keine Offensivaktionen. Auf beiden Seiten wurde viel reklamiert und Elfmeterpfiffe eingefordert, doch Schiedsrichter Thorsten Schriever ließ sich nicht beirren. Schließlich entstand doch mal Gefahr und damit prombt die Führung für den FCI. Neuzugang Matthew Leckie nutzte ein Zuspiel von Stefan Lux und reichlich Unordnung in der Fürther Abwehr zu seinem Debüttor für Ingolstadt (62.). Das Kleeblatt war nun gefordert, tat sich jedoch sichtlich schwer, während die Gastgeber durch die Führung stärker wurden. Folgerichtig kamen sie zur nächsten Chance, die Pascal Groß effizient nutzte. Der Mittelfeldmann kam zentral vor dem Strafraum an den Ball und hatte alle Zeit der Welt um genau Maß zu nehmen und Ball im Toreck unterzubringen (81.). Fürth warf nun alles nach vorne, brachte jedoch keine Chancen zustande. So konnten die Hausherren ihren ersten Saisonsieg über die Zeit bringen. Greuther Fürth musste nach dem tollen Derbysieg und dem Weiterkommen im Pokal wieder einen Dämpfer hinnehmen.
Wenig Betrieb in der ersten Hälfte – Lilien nach der Pause eiskalt
Einen guten Ligastart konnten sowohl Darmstadt als auch der VfR Aalen verzeichnen und gingen noch unbesiegt in diese Partie. Zudem wussten vor allem die Lilien im Pokal zu überzeugen, als sie den Europa League Teilnehmer VfL Wolfsburg bis ins Elfmeterschießen zwangen, wo sie dann jedoch scheiterten. Von Mut, Euphorie und Selbstvertrauen war aber zunächst bei beiden Teams wenig zu erkennen. Eher abwartend verliefen die ersten Minuten. Erst ein durchgerutschter Freistoß von Aalens Leandro sorgte für Torgefahr (20.). Der Argentinier war auch wenige Minuten später nochmals per Distanzschuss gefährlich (26.), während die Gastgeber durch Michael Stegmayer erst nach einer halben Stunde eine Torchance verzeichnen konnten. Danach schien das Spiel allmählich besser zu werden, wobei vor der Pause vor allem Aalen nochmals stärker aufs Tor zog, allerdings ohne Durchschlagskraft. Nach der Halbzeit kamen zunächst die Gäste besser aus der Kabine und versuchten nach vorne zu spielen. Die Lilien ließen jedoch wenig zu und kamen selbst zu Gelegenheiten. Dennoch ein wenig aus dem Nichts heraus, gingen die Gastgeber dann in Führung. Darmstadt hatte sich am Strafraum der Aalener festgespielt, Marcel Heller brachte den Ball nach innen, wo Dominik Stroh-Engel mit der Brust vorlegte und Hanno Behrens mit einem satten das Tor erzielte (59.). Nun mussten die Gäste kommen, taten sich jedoch schwer und leisteten sich den nächsten Patzer. Phil Ofosu-Ayeh verlor den Ball im Spielaufbau. wollte seinen Fehler wiedergutmachen und holte Jerome Gondorf im Strafraum von den Beinen. Stroh-Engel verwandelte den klaren Foulelfmeter zum 2:0 (71.). Jetzt waren die Darmstädter richtig drin in der Partie und spielten mit breiter Brust nach vorne. Heller ließ jedoch die Chancen zum nächsten Tor liegen (75.). Am Ende brannte nichts mehr an und die Lilien bleiben weiterhin unbesiegt und stehen zumindest bis morgen auf einem Aufstiegsplatz. Aalen musste zwar die erste Pleite hinnehmen, war aber über weite Strecke die etwas überlegene Mannschaft.
FOTO: Claus Krentscher