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Hensel enttäuscht:“Unheimlich trauriger Moment für mich“

IMAGO foto2press

Die erhoffte Kehrtwende nach der Trennung von Trainer Shpilevski ist in Aue ausgeblieben. Unter Interimscoach Marc Hensel verloren die Sachsen auch das fünfte Spiel in Folge. Nach der unglücklichen 2:3-Niederlage in Regensburg waren die Beteiligten mächtig enttäuscht.

“Das gibt mir sehr viel Kraft“

Kurz nach Abpfiff einer sehr intensiven Partie sanken die Spieler von Erzgebirge Aue zusammen. Es hatte wieder nicht für einen Punktgewinn gereicht. Der wie bereits in der vergangenen Saison interimistisch eingesetzte Trainer Marc Hensel sprach in der folgenden Pressekonferenz von einem „sehr bitteren Spielverlauf“.  Hierbei ärgerte er sich in erster Linie, dass die eigene Großchance aus der dritten Spielminute nicht genutzt wurde und im Gegenzug das Gegentor gefallen war. Dass die Mannschaft in Folge dessen ins schwimmen geriet, schob der Coach einerseits auf die aktuelle Situation, aber auch auf die „völlig gefestigte und gute Regensburger Mannschaft“.

Dennoch versuchte er aus dem Spiel die positiven Dinge zu entnehmen und fügte an: „Es gibt uns auch Kraft, weil wir gesehen haben, dass wir Fussball spielen können, dass wir Stafetten spielen können und wir Kombinationsspiel spielen können.“ Insbesondere bedankte sich Hensel an die „unfassbare“ Unterstützung der mitgereisten Aue-Anhänger und machte einen kleinen Ausblick auf die kommenden Wochen, in denen die Sachsen „genauso so ein Auftreten brauchen“, wie man es bis zum zwischenzeitlichen 2:2 sah, der für Hensel „der Höhepunkt einer guten Aufholjagd“ war.

“Wenn man so spiel, kann man gegen jeden Gegner in der Liga bestehen“

Auch Torhüter Martin Männel machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl, zog aber die positiven Dinge in der Vordergrund: „Man hat gesehen, dass wir die richtige Einstellung auf den Platz gebracht haben. Wir haben uns reingearbeitet und das umgesetzt, was die Fans und wir von uns erwartet haben.“ Das man erneut ein schnelles Gegentor kassierte, erinnerte den 33-Jährigen an den Film „Immer wieder Sonntags“. Es was nicht das erste Mal in der Saison, dass Aue „nicht das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen haben“.  Allerdings wollte er die Leistung der Regensburger in dieser Phase nicht kleinreden und lobte die Spielweise und das Stellungsspiel des Gegners. Die Entstehung des zweiten Gegentreffers bezeichnete der Torhüter als „ungünstig und unglücklich“.

Auch wenn „einige gelbe Karten grenzwertig“ waren, freute Männel sich: „Wir haben den Gegner spüren lassen, dass es eklig ist gegen Aue zu spielen. Wir haben aber auch spielerisch immer mehr zu Mitteln gefunden.“ Aufgrund dessen schaute der Torhüter auch positiv in die Zukunft und zeigte auf „wo die Reise hingehen kann, wenn sich die spielerischen Stilmittel noch mehr einspielen“. Zudem sprach er den Fans, der Mannschaft und auch Interimstrainer Marc Hensel Komplimente für die aufgebrachte Mentalität aus. Abschließend stellte Männel fest: „Wenn man so spielt, kann man gegen jeden gegen in der Liga bestehen.“ Damit können die Erzgebirgler am kommenden Freitag beim schwierigen Heimspiel gegen den HSV anfangen.