Herthas Befreiungsschlag: "Wichtig wird sein, jetzt nachzulegen"

Nach drei Niederlagen zum Start konnte Hertha BSC mit dem 5:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth am Samstag ihren ersten Erfolg einfahren. Spieler und Trainer zeigten sich nach dem Spiel sehr erleichtert, wollten den Sieg aber nicht zu hoch hängen.

"Bestätigen, dass wir die 2. Liga angenommen haben"

Gegenüber der eigenen Vereinshomepage zeigte sich Abwehrspieler Toni Leistner sehr erleichtert. Der Sieg gegen Fürth sei ein wichtiges Zeichen, auch wenn man jetzt nicht jubelnd durch die Stadt rennen müsse. "Wichtig wird sein, jetzt nachzulegen und zu bestätigen, dass wir die 2. Liga angenommen haben", erklärte er. Die Mannschaft könne eine "extreme Qualität" auf den Platz bringen, erklärte er stolz.

Auch der zweifache Torschütze Haris Tabakovic richtete seinen Blick bereits nach vorne. Man müsse jetzt auf dem Boden bleiben, "Dankbarkeit zeigen und weiter Gas geben". Bedanken tat er sich auch bei Trainer Pal Dardai für sein Vertrauen. Dieses habe er zurückgezahlt. Dies sah auch Dardai selbst auf der Pressekonferenz so. Ein Mittelstürmer brauche Vertrauen, daher hätte im Training viel mit Tabakovic geredet. Die Aussagen seiner Spieler fasste Torhüter Tjark Ernst gut zusammen: "Ob es ein Befreiungsschlag war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Fakt ist, dass dieser Sieg verdammt guttut. Dennoch müssen wir weiterhin hart arbeiten." Glücklich war er außerdem darüber, kein Gegentor kassiert zu haben.

"Ab dem 1. September weiterreden"

Dardai zeigte sich nach dem Spiel gegenüber den Medienvertretern zufrieden und kritisch zugleich. Der Anfang sei ähnlich gewesen wie in den letzten Spielen, aber dann hätte der „liebe Gott vielleicht gesagt, diese Jungs arbeiten hart“. Gemeint war der glücklich entstandene Führungstreffer durch Tabakovic. Nach dem 2:0 sei die Sache eigentlich entschieden gewesen, durch schwächere letzte Minuten in der ersten Halbzeit habe Fürth aber noch die Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer bekommen.

Mit der zweiten Halbzeit war er hingegen sehr zufrieden. Insbesondere das Ballbesitzspiel gefiel dem Trainer. Auch für die beiden Außenverteidiger um Neuzugang Michal Karbownik hatte er ein Sonderlob parat. Ein solches Spiel von den Außenverteidigern mache es den Gegnern schwer. Einen Blick auf die weitere Saison wollte Dardai noch nicht wagen. "Darüber reden wir ab dem 1. September", erklärte er zweimal im Hinblick auf den unvollständigen Kader und das Ende der Transferperiode kommende Woche. Weiter geht es für die Berliner mit einem schweren Auswärtsspiel in Magdeburg am kommenden Samstag.

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