"In vielen Bereichen etwas gefehlt": Kieler Hadern nach erster Pleite
Gegen Greuther Fürth setzte es mit der 1:3-Pleite die erste Niederlage der Saison für Holstein Kiel. Zwar waren alle Akteure mit dem Spielverlauf unzufrieden, doch am generellen Selbstbewusstsein nagte es scheinbar nicht.
Unglücklicher Start
Mit viel Selbstbewusstsein dank eines guten Starts in die neue Saison ging Holstein Kiel in das Heimspiel gegen Greuther Fürth. Doch gerade einmal sieben Zeigerumdrehungen waren vergangenen, als Fürths Seguin zur Führung der Gäste vor den 2.239 Kieler Fans einnetzte. " Wir haben aufgrund des frühen Gegentores einen schlechten Start ins Spiel gefunden. Auch was Zugriff und Zweikampfverhalten angeht, waren wir nicht gut", konstatierte KSV-Cheftrainer Ole Werner nach der Partie.
Kiel brauchte den Gegentreffer, um etwas aufzuwachen, doch nach nicht einmal 30 Minuten stand es schon 0:2 – das Spiel war damit schon so gut wie entschieden. "In der besten Phase haben wir den zweiten Gegentreffer kassiert. Es hat uns in vielen Bereichen etwas gefehlt", bleibt der Übungsleiter in seiner Analyse schonungslos. Über das Spiel hinweg sei Fürth "die präsentere und aktivere Mannschaft" gewesen, resümierte er abschließend.
"Weiter geht’s!"
Nach der Pause spielten weiterhin die Gäste und kamen durch einen Kopfball von Nielsen, der nach einer Freistoßflanke sträflich frei stand, zum 0:3 (61.). Alexander Mühling glückte zwar noch der Anschluss (65.), doch nach der Roten Karte für Fabian Reese (72.) 12 Minuten nach seiner Einwechslung spielte Fürth die Führung bis zum Spielende herunter. "Nach dem 0:3 war das Ding entschieden, gerade nach dem Platzverweis. Hätten wir den Anschlusstreffer schneller gemacht, wäre es vielleicht noch spannend geworden", ordnete Kiels Linksverteidiger Johannes van den Bergh die Szenen nach der Pause gegen seinen Ex-Klub ein und spricht von einem "verdienten Sieg für Fürth".
"Wir haben verdient verloren", stimmte auch Mittelfeldmann Jonas Meffert zu. Nach dem sehr erfolgreichen Start in die Spielzeit mit zehn Punkten aus fünf Spielen, die somit Tabellenplatz zwei bedeuten, brauchte es aber scheinbar mehr, um für Unruhe zu sorgen. "Weiter geht’s. Wir werden schauen, was wir falsch gemacht haben und was wir besser machen müssen", gibt der 26-Jährige die Richtung für die kommenden Tage vor. An den daraus gewonnen Erkenntnissen arbeite die Mannschaft "bis zur nächsten Partie in Aue". Ob sie daraus die richtigen Schlüsse zieht, wird das Spiel am nächsten Samstag zeigen.