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FCI wieder Spitze – Siege für Fortuna und FSV

Am Sonntag des 9. Spieltags standen drei Spiele auf dem Programm. Der SV Darmstadt 98 musste gegen Fortuna Düsseldorf seine erste Heimniederlage hinnehmen. Bei der 1:4-Pleite trafen Joel Pohjanpalo (12./26./57.) und Charlison Benschop (47.) für die Gäste. Tobias Kempe sorgte für den einzigen Lilien-Treffer (46.). Der FC Ingolstadt setzte sich durch ein 1:0 gegen Eintracht Braunschweig wieder an die Tabellenspitze. Lukas Hinterseer erzielte dabei den Siegtreffer (46.). Dem FSV Frankfurt gelang durch ein 3:0 beim SV Sandhausen der Befreiungsschlag im Tabellenkeller. Die Treffer erzielten Faton Toski (51.), Edmond Kapllani (64.) und Vincenzo Grifo (88.)

Pohjanpalo nutzt Patzer – Benschop antwortet Kempe

Zwei formstarke Teams trafen am restlos ausverkauften Böllenfalltor aufeinander. Während die Lilien vor dem Spiel zu Hause noch unbesiegt waren, gingen die Fortunen in der Fremde bisher noch nicht als Verlierer vom Feld. Die Anfangsphase gehörte eher den Hausherren, die den Düsseldorfern keinen Raum ließen. Bis zur 12. Minute. Fabian Holland rutschte bei einer Ballannahme aus, wodurch die Gäste über Sergio da Silva Pinto an den Ball kam und Pohjanpalo vor dem Tor bediente. Der Finne musste nur den Fuß hinhalten – 1:0 für die Fortuna. Das Tor tat dem Spiel gut und beide Teams kamen in der Folge zu weiteren Chancen. Düsseldorfs Benschop verfehlte den Kasten (17.), Marco Sailer scheiterte zweimal knapp für die Lilien (22./23.). Dann patzten die Hessen wieder. Diesmal spielte Romain Bregerie ein zu kurzen Rückpass, Pohjanpalo kam an den Ball, tunnelte Torwart Christian Mathenia und schob zum 2:0 ins leere Tor ein (26.). Die Lilien wirkten nun etwas mitgenommen. Auf der anderen Seite scheiterte Pinto mit einem Distanzschuss an Mathenia (35.) und auch Pohjanpalo ließ sein drittes Tor liegen (39.). Lilien-Coach Dirk Schuster fand dann in der Kabine wohl die richtigen Worte, denn sein Team kam mit Schwung zurück aufs Feld und sorgte direkt für den Anschlusstreffer. Kempe war nach Zuspiel von Dominik Stroh-Engel zur Stelle (46.). Während das Böllenfalltor noch bebte, schlugen die Gäste jedoch zurück durch Benschops Treffer zum 3:1 zurück (47.). Dennoch war jetzt wieder richtig Schwung im Spiel. Erst verpasste Kempe sein zweites Tor nur um Zentimeter (54.), dann schlug erneut Pohjanpalo zu: Diesmal nutzte der Finne eine tolle Flanke von Lukas Schmitz und setzte gekonnt per Kopf ins lange Eck (57.). Die Rheinländer begannen nun ruhig und sicher die Führung nach Hause zu spielen. Darmstadt wirkte zwar immernoch motiviert, konnte sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen. So blieb es bei der ersten Heimpleite der Lilien. Düsseldorf zieht somit an den Hessen vorbei und belegt zunächst den dritten Tabellenplatz.

Wenig Torchancen – Blitzstart nach der Pause

Zurück an die Tabellenspitze wollte der FC Ingolstadt. Immernoch unbesiegt und daher mit breiter Brust konnte der FCI ins Spiel gehen. Die Gegner aus Braunschweig wollten unbedingt den ersten Auswärtsdreier der Saison erzielen. Zunächst war jedoch Ingolstadt besser im Spiel, drückte nach vorne, blieb jedoch ungefährlich. Die Gäste kamen zu Beginn nicht gut mit der Spielweise des Gegners zurecht. Dennoch gehörte dem Bundesliga-Absteiger die erste dicke Torchance, jedoch scheiterte Havard Nielsen an Keeper Ramazan Özcan (18.). Ingolstadt versuchte es oftmals durch lange Bälle, welche die Eintracht jedoch weitestgehend gut verteidigen konnten. Den Gästen gelang es durch Konter hin und wieder Nadelstiche zu setzen. Den Besten konnte Mirko Boland nicht verwerten, da Özcan glänzend reagierte und Marvin Matip auf der Linie aufpasste (37.). Die Gastgeber wurden nochmals durch einen Kopfball von Benjamin Hübner gefährlich (40.), doch die Partie ging letztlich chancenarm und torlos in die Halbzeit. Der zweite Abschnitt begann dann turbulent: Pascal Groß spielte den Steilpass auf Lukas Hinterseer, der Eintracht-Keeper Rafal Gikiewicz umkurvte und zur Führung für den FCI einnetzte (46.). Kurz darauf ließen die Gastgeber durch Alfredo Morales, Matip und Roger (48.) gleich mehrfach das 2:0 liegen. Auf der Gegenseite hatte Mushaga Bakenga nach einem Missverständnis in der FCI-Abwehr die Chance, scheiterte jedoch am glänzenden Özcan (56.). Das Spiel wurde nun hitziger mit vielen gelben Karten aber wenigen Torraumszenen. Löwen-Coach Torsten Lieberknecht reagierte nochmals und brachte mit Damir Vrancic und Dennis Kruppke frische Kräfte für Schlussphase. Dennoch blieb das Bild weiterhin unverändert. Viel Kampf, viel Arbeit aber kaum Chancen. So ging das Spiel schließlich mit dem 1:0 zu Ende. Ingolstadt bleibt also weiterhin unbesiegt und somit Tabellenführer.

Toski bricht den Bann – Grifo setzt den Schlusspunkt

In einer anderen Tabellenregion finden sich der SV Sandhausen und der FSV Frankfurt wieder. Der SVS hatte sich zuletzt mit einigen Siegen etwas absetzen können, doch die Gäste aus Bornheim hüteten vor dem Spiel die rote Laterne und wollten sie nur zu gerne abgeben. Dementsprechend motiviert ging der FSV ins Spiel und erspielte sich in der Frühphase zwar mehrere Ecken, blieb dabei jedoch ungefährlich. Nach einer Viertelstunde kamen dann auch die Gastgeber durch Andrew Wooten zu ihrer ersten Gelegenheit. Die Partie war nun ausgeglichen, blieb jedoch zunächst ohne nennenswerte Situationen. So ging es umkämpft aber arm an Highlights in die Pause. Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts gehörte erneut den Gästen und diesmal belohnten sie sich: Marc-André Kruska spielte Toski an, der direkt und wuchtig zum 1:0 abzog (51.). Das Tor tat den Bornheimern gut, denn sie waren in der Folge selbstbewusster und besser im Spiel. Zunächst zirkelte Toski einen Freistoß vors Tor, wo jedoch keiner mehr den Fuß dazwischen bekam (59.). Kurz darauf foulte Stefan Kulovits an der Strafraumkante den stürmenden Kapllani. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka entschied auf Elfmeter – eng aber vertretbar. Kapllani trat selbst an und verwandelte zum 2:0 für die Gäste (64.). Der SVS musste nun kommen, wirkte jedoch zu unsicher und ungenau in seinen Aktionen. Die Quittung für die versuchte Offensive war schließlich der dritte Gegentreffer: Nach Zuspiel des eingewechselten André Schembri tänzelte Grifo im Strafraum an Seyi Olajengbesi vorbei und tunnelte Keeper Manuel Riemann zum 3:0 der Gäste (88.). Damit war der Schlusspunkt gesetzt und die Bornheimer durften jubeln. Mit dem heutigen Sieg verlassen die Gäste die direkten Abstiegsplätze. Sandhausens Vorsprung auf die unteren Ränge wird allmählich wieder dünner.