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"Intensives Spiel" erwartet: FCK-Trainer Schuster wieder gesund

IMAGO / foto2press

Passend vor dem Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Mitaufsteiger Braunschweig konnte sich Trainer Dirk Schuster von seiner Grippe erholen. Gerade nach seiner Abwesenheit wollte er den intakten Mannschaftsgeist der Lautrer hervorheben – und zollte dem kommenden Kontrahenten gehörig Respekt.

"Stolpersteine" überwunden – Sorgen um Hercher

"Nicht einmal telefonieren" wollte FCK-Coach Dirk Schuster am Dienstagabend, gab er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Mitaufsteiger Eintracht Braunschweig zu. Zu sehr geschlaucht war 54-Jährige von seinem grippalen Infekt. Nun, am Freitagnachmittag, ging es ihm "bedeutend besser." Die Vorbereitung auf das Heimspiel, für das bereits über 33.000 Tickets verkauft waren, mussten demnach andere übernehmen. Dass das so reibungslos klappte, machte den gewöhnlichen Übungsleiter besonders stolz. "Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass jeder auch für einen mal in die Bresche springen kann" schwärmte er über seine "gute Truppe". So könnten allerlei "Stolpersteine" gemeistert und das "Ziel Klassenerhalt" angegangen werden.

Eine fokussierte Vorbereitung schien dabei in Kaiserslautern derzeit besonders vonnöten. So konnten die beiden vergangenen Heimspiele gegen Magdeburg (4:4) und Darmstadt (3:3) unter der Kategorie 'Offensiv-Feuerwerk' verbucht werden, was Trainern gewöhnlich nicht sonderlich schmeckt. Auch für Schuster wäre es das "Optimale gewesen, wenn wir beide Spiele mit der vollen Ernte nach Hause gehen." So standen am Ende zwei Remis, zu denen auch in der Ferne zwei weitere hinzukamen. Nach den vier sieglosen Spielen soll nun endlich wieder ein Dreier kommen. Einige werden dabeu nicht mithelfen können. Neben die bekannten Ausfälle von Ben Zolinski (Aufbautraining), Anas Bakhat (Trainingsrückstand) sowie Andreas Luthe und Aaron Opoku (Rotsperre) gesellten sich dabei Sorgen um Philipp Hercher, der verletzungsbedingt nur zwei Einheiten mitmachen konnte und somit ebenfalls auszufallen droht.

"Es liegt an uns"

Dabei kann gegen Braunschweig jeder Spieler gebraucht werden. Obwohl der FCK als Siebter ins Duell mit den auf Platz 16 liegenden "Löwen" geht, wollte Schuster keinen klaren Favoriten festmachen. "Ich möchte überhaupt nicht die Favoriten- oder Außenseiterrolle irgendwie verteilen", stellte der Coach unmissverständlich klar. So habe der kommende Gast eine "gute Mannschaft", die sich "gefangen hat". Stellvertretend nannte er die sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen, aus denen der FCK selbst nur drei holte. Auch der 7:0-Testspielsieg der Braunschweiger gegen Kiel sei "respekteinflößend". Die Eintracht sei "keine Laufkundschaft, wenn es die überhaupt gibt in der 2. Liga." Viel mehr erwarte er ein "intensives Spiel".

Ein Betzenberg-Spektakel wie zuletzt wollte Schuster dennoch nicht erwarten. Historisch gesehen seien es "immer hochbrisante Duelle" gewesen, die eher von der Spannung lebten. Auch in der vergangenen Saison konnte in beiden Partien kein Sieger ermittelt werden (0:0/1:1). Fest stand für den Coach, dass "Nuancen und Kleinigkeiten den Ausschlag geben" werden. Entsprechend hoffe er, dass seine Spieler aus den vergangenen Heimspielen gelernt haben, in denen "individuelle Fehler knallhart bestraft worden sind", sodass sie "Fehler nur einmal" mache. " Es liegt an uns, wie wir wieder bereit sind, uns weh tun zu lassen, aber auch dem Gegner weh zu tun", forderte Schuster abschließend. Ein wahrer Test also für den Zusammenhalt beim FCK.