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Keine Einigung: Grammozis verlässt Darmstadt im Sommer

© imago images / Jan Huebner

Der SV Darmstadt 98 muss sich für die kommende Saison nach einem neuen Cheftrainer umschauen. Wie die Lilien am Mittwoch bekanntgaben, hat Dimitrios Grammozis ein Angebot zur Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages nicht angenommen und wird den Klub damit nach Saisonende verlassen.

Knackpunkt Laufzeit

Vor genau einem Jahr übernahm Grammozis für Dirk Schuster und führte die Lilien anschließend zum Klassenerhalt, am Saisonende werden sich die Wege nun trennen. "Wir bedauern Dimis Entscheidung, die uns überrascht hat, die wir aber akzeptieren müssen", erklärt Sportchef Carsten Wehlmann und berichtet von einem "engen Austausch" mit Grammozis.

Gerne hätten die Lilien mit dem 41-Jährigen verlängert, Knackpunkt war jedoch die Vertragslaufzeit: "Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben wir (…) aus wirtschaftlichen Aspekten die Entscheidung gefällt, ihm einen Einjahresvertrag anzubieten." Dies sei unabhängig von Grammozis' fachlichen und menschlichen Qualitäten geschehen. Das Angebot der Hessen lehnte der 41-Jährige aber ab, sodass "sich unsere Wege zum Saisonende trennen werden", wie Wehlmann erklärt. "Wir sind dennoch hundertprozentig davon überzeugt, die Spielzeit gemeinsam zu einem erfolgreichen Ende zu führen."

Grammozis sieht keine Basis

Grammozis betont: "Nach reiflicher Überlegung bin ich (…) zu dem Entschluss gekommen, dass meine Zeit in Darmstadt im Sommer enden wird. Da unsere Vorstellungen hinsichtlich der Vertragsgestaltung nicht übereinstimmen, sehe ich die Basis für eine zielführende und konstruktive Zusammenarbeit über den Sommer hinaus nicht für gegeben an." Der Deutsch-Grieche ist der Auffassung, "dass diese Vertragslaufzeit weder nach innen noch nach außen ein gutes Zeichen gewesen wäre."

Sein voller Fokus gelte nun den verbleibenden Spieltagen, "die ich zusammen mit der Mannschaft so erfolgreich wie möglich absolvieren möchte." Derzeit belegt Darmstadt den siebten Tabellenplatz, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt acht Zähler. "Ich möchte mich beim Verein dafür bedanken, dass er mir die Chance gegeben hat, als Cheftrainer im Profibereich Fuß zu fassen", so der 41-Jährige. "Ich war und bin auch wirklich sehr gerne Trainer von Darmstadt 98 und hätte mir auch gut vorstellen können, hier etwas gemeinsam aufzubauen und zu entwickeln." Dazu kommt es nun nicht.