Kiel: Holstein löst Ticket für die Relegation

Der vorletzte Spieltag der zweiten Fußballbundesliga brachte nicht nur dem 1. FC Nürnberg als zweiten Aufsteiger Gewissheit. Nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf darf sich Holstein Kiel auf die Relegation freuen. Den Störchen ist der dritte Platz nicht mehr zu nehmen.
Kiel krönt wahnsinnige Aufsteigersaison
Wenn zu Beginn der Saison jemand Cheftrainer Markus Anfang und seinen Mannen aus Kiel prognostiziert hätte, dass Holstein am Ende die Relegation zur Bundesliga antreten darf: Sie hätten wohl alle den Vogel gezeigt. Doch nach dem 33. Spieltag und nach dem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf ist ebendieses Szenario eingetreten, der KSV darf vom Aufstieg und dem direkten Durchmarsch träumen.
13 Siege, 14 Unentschieden und die ligaintern wenigsten Niederlagen (sechs an der Zahl) sprechen eine deutliche Sprache. Spieler in überragender Verfassung wie etwa Kingsley Schindler, Dominick Drexler und allen voran Marvin Duksch ballerten sich nur so durch das Fußballunterhaus und bescherten den Holsteinern mit 65 Toren die beste Offensive der Liga. Trainer Markus Anfang setzte nicht nur auf einen kompakten Defensivblock mit der Zielsetzung, bloß nicht abzusteigen. Stattdessen überraschten er und seine Kieler mit attraktivem Offensivfußball, der eher wenig mit dem typischen Spiel eines Aufsteigers zu tun hatte. Völlig verdient bescherte ihnen das nun den Relegationsplatz drei und die Chance, in der nächsten Spielzeit erstklassig zu werden.
Freiburg, Wolfsburg oder der HSV: Wer wird Holsteins Relegationsgegner?
Während im hohen Norden nun also schon Gewissheit herrscht und man sich auf die kommenden Wochen freuen darf, ist der künftige Gegner des KSV noch zu ermitteln. Nach aktuellem Stand der Dinge müssten sich die Kieler mit dem VfL Wolfsburg (30 Punkte) messen, aber: Sowohl der Hamburger SV (17. mit 28 Punkten) als auch der SC Freiburg (15. mit 33 Punkten) kommen noch als potenzielle Kontrahenten in Frage.
Die Wölfe empfangen am letzten Spieltag der Saison den 1. FC Köln, Freiburg den FC Augsburg und der Hamburger SV bekommt es mit der Borussia aus Mönchengladbach zu tun. In jedem Fall dürfen sich die Anhänger von Holstein Kiel aber schon einmal den 17. und den 21. Mai dick in ihren Kalendern anstreichen. Dann nämlich werden die Relegationsspiele ausgetragen, wobei das Rückspiel beim KSV stattfinden wird.