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Kiel: Zweitliga-Debütant Schreiber hadert mit spätem Gegentor

IMAGO / Hübner

Holstein Kiel bot im Verfolgerduell gegen Fortuna Düsseldorf eine ordentliche Leistung an, kam zurück in die Partie und geht am Ende doch leer aus. Daran konnte auch der neue Mann zwischen den Pfosten nichts ändern.

Schreiber: "Es hat mir Kraft gegeben, dass ich endlich mal spielen darf"

Es war ein besonderer Tag für Tim Schreiber, denn aufgrund der Erkrankung von Stammtorhüter Thomas Dähne war klar, dass der Ersatzmann sein Debüt in der 2. Liga für die KSV bestreiten würde. "Vor dem Spiel war ich positiv nervös. Auf dem Platz hatte ich ein gutes Gefühl. Es hat mir Kraft gegeben, dass ich endlich mal spielen darf", schilderte Schreiber seine Gefühlswelt nach dem Spiel. Der 20-jährige war zur Stelle, als er gebraucht wurde. Bei den Gegentoren war er allerdings machtlos. Dementsprechend haderte der 20-jährige nach dem Schlusspfiff mit dem Spielverlauf: "Wir haben in der zweiten Halbzeit keinen Torschuss gegen uns gehabt, der so dermaßen gefährlich sein könnte. Es ist ärgerlich, dass man mit einem Elfmeter verliert, obwohl man ein gutes Spiel gemacht hat."

Die gelungene Startelfpremiere des jungen Torwarts hob auch Trainer Marcel Rapp positiv hervor: "Wir haben zwei Torhüter, denen wir vertrauen. Er hat sehr gute Bälle gehalten. Keiner von unseren Abwehrspielern hat irgendein Problem, wenn Tim hinten drin steht. Es war eine ordentliche Leistung. Der Junge kann stolz auf sich sein. " Genauso wie sein Schlussmann war der Trainer nicht unzufrieden mit der spielerischen Leistung. Jedoch waren es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten und Düsseldorf zu seinem Vorteil nutzte. Während Kiel seine Chancen vergab, schlug Düsseldorf vor der Pause eiskalt zu.

Rapp: "Gegen Düsseldorf muss man sehr gut spielen"

In der zweiten Halbzeit schaffte es Rapps Mannschaft, "den Ticken aggressiver und noch galliger" zu sein. Durch das zehnte Saisontor von Torgarant Steven Skrzybski schien der Punktgewinn gesichert, doch die Gäste entschieden das Spiel mit einem Elfmeter für sich. "Heute hatten wir das Pech, dass wir diese Entscheidung gegen uns bekommen haben mit dem Elfmeter. Dann ist es schwer nochmal zurückzukommen", resümierte Rapp. Seinem Team konnte er keinen großen Vorwurf machen: "Wir haben alles probiert, es hat nicht sein sollen. Wir haben eine gute Leistung gebracht, da sollten wir weitermachen."

Wie bereits in der Vorwoche gegen Darmstadt zeigten die Kieler, dass sie gegen ein Topteam der Liga auf Augenhöhe mitspielen können, aber es an den letzten Prozentpunkten noch fehlt. Rapp konstatierte: "Gegen Düsseldorf reicht kein ordentliches Spiel, da muss man sehr gut spielen. Erste Halbzeit haben wir nicht schlecht gespielt, zweite Halbzeit besser, dann können wir mitspielen. Wir müssen uns verbessern, aber trotzdem spielen wir auf einem ordentlichen Niveau."