Kniat: "Brauchen wieder unsere Momente"

Trotz zuletzt vier Spielen ohne eigenen Sieg und nur zwei Punkten Abstand auf den Relegationsplatz spürt Arminia-Coach Mitch Kniat das volle Vertrauen der Klubführung und ist dankbar für das ruhige Umfeld.

Fokus auf Kompaktheit

Nach dem hart erkämpften 2:2 gegen Paderborn zeigt sich Mitch Kniat zuversichtlich, mit der gezeigten Defensivleistung auch in Elversberg eine Chance auf etwas Zählbares zu haben. "Mit der Arbeit gegen den Ball war ich sehr zufrieden. Wir müssen wie in den letzten Wochen weiter leidenschaftlich verteidigen", fordert Kniat von seinen Mannen. Gegen Paderborn wurde den Arminen eine etwa 15-minütige Phase in der zweiten Hälfte zum Verhängnis, wo Paderborns Marino mit einem Doppelpack das Spiel drehte, Bielefeld in der Folge aber auf den Ausgleich drückte und sich mit einem späten Elfmeter schließlich den Punkt sicherte. "Eine solche Phase dürfen wir uns in Elversberg auch nicht erlauben. Elversberg hat im Ballbesitz ähnlich wie Paderborn gute Lösungen. Aber wenn du fleißig und kompakt bist, kann etwas dabei herumkommen", weiß der Coach der Arminia. Im Hinspiel konnte die Arminia einen 2:0-Sieg einfahren. "Wir haben sie mit einem guten Matchplan geschlagen, da hat vieles gepasst. Wir haben unsere Umschaltmomente genutzt. Diese Momente brauchen wir auch wieder", so Kniat.

Personell ist für die wichtige Defensivarbeit Routinier Robin Knoche noch fraglich. "Er konnte am Anfang der Woche nicht mitmachen, heute hat er zum ersten Mal das ganze Training absolviert. Wir müssen schauen, ob es bis Samstag reicht", berichtet Kniat. Mit Leon Schneider steht aber ein Ersatz bereit, der "immer eine Option ist". Weiter will sich Kniat branchenüblich nicht in die Karten schauen lassen. "Es kann Veränderungen geben, es kann aber auch sein, dass dieselbe Formation startet, denn mit der Aufstellung von letzter Woche kann ich leben", verrät der Übungsleiter. Für Bielefeld ist es mit dem erst zweiten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften auch das erste Auswärtsspiel in Elversberg. "Ich habe mit Verl dort gespielt, da waren sie Erster und wir haben gewonnen", erinnert sich Kniat. "Wenn es fertig ist, ist es ein schönes, kompaktes Stadion. Ganz anders wie jetzt auf Schalke, aber es hat trotzdem Charme", findet der 40-jährige.

Kniat froh über ruhiges Umfeld

Während die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf schon vermehrt ihre Trainer entlassen haben, spürt Kniat trotz der sportlich angespannten Lage weiterhin das Vertrauen im Verein und Umfeld. "Die Trainerentlassungen beschäftigen schon, da habe ich auch etwas Mitleid. Aber natürlich gehört das auch dazu und ich habe deswegen auch keine schlaflosen Nächte. Bielefeld agiert da anders. Es ist ein ruhiges Umfeld, in dem man weniger Druck verspürt und in dem ich ruhig arbeiten kann", schätzt Kniat an seiner aktuellen Arbeitsstelle.

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