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"Kollektiv zu wenig": HSV hadert nach Jahresauftakt

IMAGO / Eibner

Mit großen Ambitionen war der HSV in das Jahr 2022 gestartet, doch bereits im ersten Spiel folgte ein kleiner Dämpfer: Nach Führung hieß es am Ende nur 1:1 bei Aufsteiger Dresden. Entsprechend frustriert äußerten sich die Akteure nach der Partie.

Schwacher Start ins Jahr

Die Ziele für das neue Kalenderjahr scheinen klar, auch wenn sie nicht ausgesprochen werden: Möglichst soll der Weg des Hamburger SV wieder zurück in die 1. Bundesliga führen – gerade wenn auch der Lokalrivale aus St. Pauli auf dem besten Weg dorthin ist. Von diesen Vorsätzen war am Freitagabend im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion jedoch nicht allzu viel zu sehen. "Wir sind nicht gut reingekommen, sind auch nicht in unsere Passspielabläufe gekommen", resümierte HSV-Kapitän Schonlau, der damit bescheinigte, dass der Jahresauftakt nicht so lief, "wie wir uns das vorgestellt und vorgenommen hatten". 18:9 Torschüsse standen am Ende für den Gegner aus Dresden, sodass das Remis beinahe als schmeichelhaft bezeichnet werden muss. Auch die Führung durch Robert Glatzel (37.) fiel bereits aus dem sprichwörtlichen Nichts.

In der Folge habe es der HSV verpasst, "nachzulegen und damit das Spiel vollends in unsere Richtung zu lenken". Im Gegenteil: Die Dresdner kamen auch wieder besser aus der Pause und erzielten den verdienten Ausgleich (61.), der bis zum Schlusspfiff Bestand haben sollte. "Das war insgesamt zu wenig von uns, das ist nicht unser Anspruch", musste Schonlau somit abschließend bilanzieren. Auch für Trainer Tim Walter habe seine Mannschaft "zu wenig auf den Platz gebracht", um mit mehr als einem Zähler nach Hause zu fliegen, abfinden mussten sie sich damit dennoch. "Das war kollektiv zu wenig", fiel das Fazit schonungslos aus.

Spielerische Komponente verloren

Platz 3 stand zwar auch trotz der Punkteteilung, doch gleich fünf Teams könnten den HSV im Verlaufe des Wochenendes überholen, beträgt der Abstand auf Regensburg auf dem 8. Platz doch lediglich schmale drei Punkte – wenngleich das Torverhältnis sowie direkte Duelle ein solches Phänomen unrealistisch machen. "Wir wissen, dass wir es in dieser Saison schon besser gemacht haben und müssen daher weiter an uns arbeiten", formulierte auch Torhüter Daniel Heuer-Fernandes die Marschroute für die kommenden Spiele. Auch er resümierte, dass es "kein gutes Spiel von uns" gewesen sei.

Viel Zeit bleibe aber nun nicht, um weiter zu hadern. Bereits am Dienstag wartet im DFB-Pokal der 1. FC Köln ehe dann am Freitag das Derby gegen den FC St. Pauli ansteht. "Wir haben am Dienstag in Köln die nächste Aufgabe vor der Brust. Wir wollen dort zeigen, was in uns steckt", bleibt Heuer-Fernandes kämpferisch. Auch Trainer Walter spricht im Hinblick auf den Pokal von einem "Do-or-die-Spiel", was gewiss auch auf das Topspiel am kommenden Freitag zutrifft. Bis dahin sollte der HSV versuchen, die Vorsätze aber wieder besser umzusetzen.