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Kommentar: Jetzt holt das Ding nach Paderborn

Wahnsinn! Wunder! Märchen! Es gibt viele Begriffe, die die aktuelle Situation beim SC Paderborn beschreiben: Vor zwei Jahren sportlich aus der 3. Liga abgestiegen, stehen die Ostwestfalen nun vor dem direkten Durchmarsch in die Bundesliga. Jetzt holt das Ding nach Paderborn! Ein Kommentar.

Viel Leidenschaft und noch mehr Torgefahr

Die ausverkaufte Benteler-Arena wurde in ihren Grundfesten erschüttert, als Sebastian Vasiliadis am Sonntag nach 23 Minuten zur Führung gegen den Hamburger SV traf. Drei weitere extatische Jubelschreie folgen, dann war der überraschend deutliche 4:1-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger nach intensiven 90 Minuten perfekt. Und dass dieser hochverdient war, darüber waren sich die Beteiligten nach Spielende ein. Wie so oft in dieser Saison überzeugte der Aufsteiger aus der 3. Liga mit ganz viel Leidenschaft, noch mehr Torgefahr und jede Menge Spielwitz. Die Entscheidung von Trainer Steffen Baumgart, auf einen zweiten Stürmer zu verzichten und mit Klaus Gjasula einen zweiten Sechser in die Startelf zu beordern, erwies sich gegen das körperbetonte Spiel der Hamburger als taktische Meisterleistung.

Paderborn gehört in die Bundesliga

Der Sieg gegen den früheren Bundesliga-Dino macht nun das möglich, woran selbst die kühnsten Optimisten im Vorfeld der Saison – auch schon gar vor zwei Jahren – nicht gedacht haben werden: Ein Sieg, und der SC Paderborn wäre zum zweiten Mal nach 2014 in die Bundesliga aufgestiegen. Es wäre die Krönung einer ohnehin schon sensationellen Saison. Und nicht zuletzt der verdiente Lohn, dürfen sich die Blau-Schwarzen doch bereits Rückrundenmeister nennen. Nie zuvor in der Geschichte der 2. Bundesliga erzielte ein Aufsteiger zudem mehr Tore (75). Vor allem aber die Art und Weise, wie der SC Paderborn in dieser Saison aufgetreten ist, lässt nur ein Schluss zur: Die Elf von Trainer Steffen Baumgart gehört in die Bundesliga. Jetzt holt das Ding nach Paderborn.