Krise beim Karlsruher SC spitzt sich endgültig zu

Der Karlsruher SC musste am 13. Spieltag eine bittere 1:3-Klatsche gegen den SV Sandhausen einstecken. Damit bleiben die Karlsruher im Tabellenkeller stecken und müssen sich mit purem Abstiegskampf auseinandersetzen.

Führung verspielt

Dabei sah es zu Beginn der Partie recht ordentlich aus, was die Oral-Elf aufs Feld brachte. Die Badener spielten sehr konzentriert und ließen die Gäste so gut wie gar nicht in die Partie kommen. Vorne wurde es durch Hoffer und Stoppelkamp immer wieder gefährlich, einzig das Tor blieb aus. Auch Ylli Sallahi machte auf sich aufmerksam, SVS-Keeper Wulle konnte einen Freistoß von ihm parieren (19.). Diese Leistung in den ersten 45 Minuten brachte den Gastgebern ordentlich Selbstvertrauen und somit belohnten sie sich auch zwei Minuten nach Wiederanpfiff. Nach einem langen Ball von Yamada lief Diamantakos frei auf Wulle zu, überlupfte den Sandhäuser Keeper und erzielte so die verdiente 1:0-Führung (47.). Was danach folgte, ist allerdings schwer zu erklären. Anstatt weiter zu spielen, ließen die Karlsruher die Gäste aus Sandhausen ins Spiel kommen. Thoelke musste gegen Höler auf der Linie klären (53.), dann hielt Orlishausen stark gegen den SVS-Stürmer (57.).

Nach einer knappen Stunde zeigte Schiedsrichter Stark dann nach einem Foul von Diamantakos gegen Gordon auf den Punkt. Eine durchaus diskutable Entscheidung. Andrew Wooten ließ sich diese Chance nicht nehmen und erzielte den Ausgleich (60.). Der KSC fand auch danach nicht mehr wirklich in die Partie, sodass wieder Wooten (74.) und Höler (90.) die Partie drehten und dem KSC somit eine bittere Niederlage zufügten.

Kritik an Oral wird lauter

KSC-Cheftrainer Tomas Oral wollte, vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit, nicht alles schlecht reden: "Wir waren in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Im letzten Drittel haben wir aber nicht konsequent genug den Abschluss gesucht. Dann gehen wir in der zweiten Halbzeit verdient in Führung. Danach wurden wir etwas nachlässig. Durch den Elfmeter, der für mich niemals einer war, gleitet uns das Spiel aus der Hand. Danach waren wir verunsichert. Wir sind richtig enttäuscht. Dass die Ergebnisse so sind mit dem, was wir auch in vielen Phasen des Spiels spielen ist natürlich absolut unzufriedenstellend.“

Für Oral selbst dürfte nicht nur das Spiel, sondern auch die Reaktion der Fans nach dem Spiel unzufriedenstellend gewesen sein. Laute „Oral-Raus“-Rufe hallten durch den Wildpark, was zeigt, dass die Fans allmählich wieder Ergebnisse sehen wollen. Mit elf Punkten und mittlerweile einem großen Abstand zum Tabellenmittelfeld, sieht die Lage für den KSC sehr gefährlich aus. Auch wenn sich die Verantwortlichen weiter hinter ihren Trainer stellen (Sportdirektor Todt gegenüber regio-news: "Da gibt es überhaupt keinen Anlass, etwas anderes zu denken. Es gab weder Gespräche noch Überlegungen.“), weiß jeder, wie die Mechanismen im Fußball aussehen und, dass Oral nur Ergebnisse helfen. Die letzten drei Niederlagen sind zudem sicherlich auch nicht nur Zufallsprodukte, selbst wenn die Leistung in einigen Phasen der Partien stimmte. Am kommenden Spieltag müssen die Karlsruher zum Derby beim 1. FC Kaiserslautern ran, wo man sich bei einem Erfolgserlebnis einigen Kredit zurückholen kann. In Anbetracht der aufsteigenden Form der Lauterer wird das aber alles andere als eine leichte Aufgabe.

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