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Kwasniok adelt Acht-Tore-Mann Sven Michel: "Maschine"

IMAGO / Nordphoto

Vor heimischen Publikum tat sich der SC Paderborn zuletzt schwer und verlor zweimal in Folge, auswärts läuft es dagegen umso besser: Das 3:2 bei Fortuna Düsseldorf bedeutete den vierten Auswärtssieg in Folge. Großen Anteil daran hatte Sven Michel, den Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel adelte.

Acht Tore in neun Spielen

Wo würde der SC Paderborn ohne die Tore von Sven Michel stehen? Eine Antwort auf diese Frage scheint kaum möglich, doch Dritter wären die Ostwestfalen ziemlich sicher nicht. Auch Kwasniok weiß um die Bedeutung des 31-Jährigen und hielt nach dem Spiel in Düsseldorf am "Sky"-Mikrofon fest: "Wenn ich Sven Michel in einem Wort beschreiben müsste, kann ich nur sagen: Maschine!" Eine Umschreibung, die keineswegs übertrieben scheint. Nach neun Spieltagen stehen bereits acht Toren auf dem Konto des Stürmers – allesamt aus dem Spiel heraus erzielt. Nur Schalkes Simon Terodde ist mit elf Toren noch besser. Hinzukommen bei Michel noch drei Vorlagen. Damit war der 31-Jährige an mehr als der Hälfte aller Paderborner Saisontore unmittelbar beteiligt, im Schnitt erzielte er alle 98 Minuten einen Treffer. In Düsseldorf waren es sogar derer zwei – ein Kunststück, das ihm erstmals in dieser Saison gelang.

Welche Bedeutung der Angreifer für den SCP hat, zeigt sich auch an folgender Statistik: Traf Michel nicht, blieb Paderborn torlos – das war in dieser Serie bislang zweimal der Fall. In allen anderen Partien hat der 31-Jährige mindestens einen Treffer erzielt. Ohne Übertreibung kann festgehalten werden: Der gebürtige Freudenberger befindet sich in der Form seines Lebens.

Eine beeindruckende Quote

Bereits seit 2016 spielt Michel für den SCP, blieb mit nur fünf Toren und einer Vorlage in der Premierensaison zunächst aber hinter den Erwartungen. Doch schon in der Spielzeit darauf avancierte der 31-Jährige angesichts von 19 Treffern und zwölf Vorlagen zum Topscorer und schoss Paderborn in die 2. Liga. Anschließend war er mit 17 Scorerpunkten am Bundesliga-Aufstieg beteiligt, und auch im Oberhaus gelangen ihm fünf Treffer. Insgesamt bringt es Michel auf 171 Spiele für die Blau-Schwarzen – bei 65 Toren und 38 Vorlagen.

Eine beeindruckende Quote, die allerdings auch zu der Frage führt: Kann Paderborn seine Lebensversicherung halten? Präsentiert sich der flexibel einsetzbare und überaus laufstarke Offensivspieler weiterhin so treffsicher, dürfte er im Winter für vom Abstieg bedrohte Erstligisten interessant werden. Sollte ein Bundesligist anklopfen, könnte Michel mit seinen 31 Jahren ins Überlegen kommen, ob er dieses vielleicht einmalige Angebot annehmen wird. Da sein Vertrag beim SCP allerdings noch bis 2023 läuft, würde in jedem Fall eine Ablösesumme fällig werden. Und für einen Spottpreis würden die Ostwestfalen ihren besten Angreifer sicherlich nicht ziehen lassen. Doch mit Gedanken über die Zukunft wird sich Michel derzeit noch nicht befassen. In den kommenden Wochen wird er zunächst seine Trefferbilanz weiter ausbauen wollen – um das Prädikat "Maschine" zu bestätigen.