Kessel rettet Braunschweig – Union gelingt Befreiungsschlag

Am Samstag standen zwei Partien des 10. Spieltags auf dem Programm. Eintracht Braunschweig und Greuther Fürth trennten sich mit 2:2 Marco Stiepermann (59.) und Kacper Przybylko (68.) sorgten für die Tore der Gäste. Benjamin Kessel konnte das Spiel für die Löwen mit einem Doppelpack am Ende noch drehen (72./90.+4). Der 1.FC Union Berlin konnte sich mit einem 3:1-Sieg gegen den SV Sandhausen Luft im Tabellenkeller verschaffen. Sebastian Polter (52./80.) und Sören Brandy (59.) drehten dabei das Spiel für die Eisernen, nachdem Seyi Olajengbesi die Gäste zuvor in Führung brachte (24.).

Fürth schlägt doppelt zu – Kessel rettet den Punkt

Eine Trendwende wollten Eintacht Braunschweig und die SpVgg Greuther Fürth einleiten. Die Löwen suchen noch nach Konstanz in der neuen Saison und drohten zuletzt den Anschluss zu verlieren, die Gäste aus Franken konnten bislang auswärts erst einen mageren Punkt erbeuten und liegen deshalb etwas hinter den Spitzenplätzen in der Tabelle. Mit entsprechend viel Schwung kamen die Kleeblätter ins Spiel und dominierte die Anfangsphase. Die vielen Standards und lange Bälle in den Strafraum konnte die Eintracht jedoch klären. Erst nach einer knappen halben Stunde kamen die Hausherren nach vorne, doch Fürth Schlussmann Tom Mickel hatte aufgepasst. Ende der ersten Hälfte legten die Löwen deutlich zu. Die beste Chance ließ Kessel liegen als sein strammer Schuss lediglich Benedikt Röckers Kopf traf (37.). Nach dem Seitenwechsel waren zunächst wieder die Gäste gefährlich, doch Röcker scheiterte mit einem wuchtigen Kopfball am stark reagierenden Keeper Rafal Gikiewicz (50.). In der Folge blieb das Spiel weiter offen, aber mit wenigen Torszenen. Aus einem Konter folgte dann die Führung Gäste: Stiepermann vollendete diesen zum 1:0 (59.). Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht reagierte und brachte mit Orhan Ademi und Marc Pfitzner frischen Personal. Doch die Kleeblätter drückten weiter nach vorne und schlugen nochmals zu. Przybylko wurde nach klasse Kombinationsspiel im Mittelfeld auf die Reise geschickt und schob alleine vor Gikiewicz locker zum 2:0 ein (68.). Die Löwen gaben jedoch nicht auf und schlugen zurück. Kessel sorgte mit einem starken Kopfball nach Flanke von Korte für den Anschlusstreffer (72.). Kurz darauf ließ Ademi die Großchance zum Ausgleich liegen (76.). Die Franken kamen lediglich noch zu Entlastungsangriffen, um die Führung über die Zeit zu bringen. Die Eintracht versuchte durchzukommen, kam jedoch nicht mehr entscheidend vors Tor der Fürther. Erst in der allerletzten Sekunde sorgte ein Standard doch noch für den Punktgewinn der Gastgeber. Wieder war es Kessel, der nach einiger Unordnung und einer Flanke von Ken Reichel mit dem Kopf zur Stelle war (90.+4). Trotz des glücklichen Ausgangs kommt Eintracht mit dem Punkt weiter nicht von der Stelle. Fürth kann auch weiterhin auswärts nicht gewinnen und verpasst den möglichen Relegationsplatz.

Olajengbesi schockt Union – Polter und Brandy schlagen zurück

Den Abstiegskampf wollte Union Berlin annehmen und gegen den SV Sandhausen endlich einen Befreiungsschlag landen. Trainer Norbert Düwel nutzte die Länderspielpause für ein Trainingslager inklusive personeller und taktischer Neuausrichtung. Dennoch startete sein Team sichtlich nervös, wodurch die Gäste zunächst optisch überlegen waren, ohne jedoch gefährlich zu werden. Das änderte sich in der 24.Minute: Eine Freistoßflanke von Leart Paqarada köpfte Olajengbesi gegen schwach verteidigende Berliner ins Netz. 1:0 für die Gäste. Union musste nun aufwachen und kam fast im Gegenzug zum Ausgleich, doch Brandy scheiterte per Seitfallzieher an SVS-Keeper Marco Knaller (26.). Danach war die Sandhäuser Defensive jedoch wieder geordnet und die Gastgeber nicht in der Lage durchzukommen. Kurz vor der Pause dann der nächste Aufreger: Nach einer Flanke von Fabian Schönheim köpfte Damir Kreilach ins Tor der Gäste, doch Schiedsrichter Thorsten Schriever pfiff zuvor ein Foulspiel ab – fragwürdige Entscheidung. Mit Wut im Bauch kamen die Eisernen danach aus der Kabine und wurden gefährlicher. Zunächst scheiterte Benjamin Köhler noch (50.), doch kurz sorgte Polter nach Zuspiel von Brandy für den Ausgleich (52.). Der SVS hatte nun deutliche Probleme, wodurch Union zu Chancen kam. Köhler scheiterte aus der Distanz (54.) und Polter per Kopf (55.). Die Berliner blieben weiter am Drücker und belohnten sich: Brandy köpfte nach einem Freistoß von Köhler aufs Tor, wo Knaller den Ball nicht kontrollieren und so das 2:1 nicht verhindern konnte (59.). Sandhausen brauchte eine Weile, kam dann aber wieder stärker ins Spiel. Andrew Wooten traf sogar ins Tor der Berliner, stand jedoch zuvor im Abseits – ebenfalls eine fragwürdige Entscheidung (70.). Union wachte nun wieder auf und kam besser ins Spiel. Martin Kobylanski (78.) und Polter (79.) vergaben gute Chancen für Vorentscheidung, bevor Polter schließlich doch erlösende 3:1 erzielten konnte (80.). René Gartler hatte nochmal die Chance zum Anschluss, vergab jedoch knapp (88.). So blieb es beim erlösenden 3:1 für die Berliner, die sich damit erstmal von den Abstiegsplätzen verabschieden können. Sandhausen muss dagegen wieder mehr nach unten schauen.

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