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Minge mit Finanz-Kritik: "Dafür habe ich kein Verständnis"

© imago images / Hentschel

Tabellarisch gesehen sieht es für Dynamo Dresden düster aus: Auf dem letzten Tabellenplatz der aktuell unterbrochenen Zweitligasaison ist man in Dresden akut abstiegsgefährdet. Finanziell hingegen geht es dem Verein offenbar gut.

Dynamo will Weg weitergehen

Wie die "Bild" berichtet, konnte Dynamo sich Ende letzten Jahres (Stand: 31.12.2019) über ein Eigenkapital von 11,65 Millionen Euro freuen,  was einen Zuwachs von rund zwei Millionen innerhalb von sechs Monaten bedeutete. Mittel, auf die Dynamo gerade zurückgreifen kann und in der Krise somit gut dasteht.

Dem Bericht zufolge kommt der Verein ohne staatliche Hilfe oder Kredite aus, könne sogar noch seine Rahmenbedingungen verbessern – im Gegensatz zu anderen Vereinen: "Vielleicht ist meine Herangehensweise etwas zu extrem in die andere Richtung gewesen. Aber auf Gedeih und Verderb Fernsehgelder an die Bank zu verpfänden oder zu verbrauchen, dafür habe ich kein Verständnis" erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Minge gegenüber der "Bild".  Wenn man nach drei Wochen Probleme bekäme, seien andere Fehler gemacht worden, so Minge.

Dynamo mit Lizenz ohne Auflagen

Dynamo wird die Mittel gut gebrauchen können, um den Klassenerhalt noch zu erreichen – und insbesondere, sollte am Ende der Saison der Abstieg stehen. Lizenzen hat der Verein sowohl für die 2. als auch die 3. Liga bereits bekommen, ohne Auflagen im wirtschaftlichen Bereich: "Fakt ist aber auch, dass sich unsere Planungen für die kommenden Jahre durch den aktuellen Ausnahmezustand in vielen Bereichen nochmals verändern werden", hatte Geschäftsführer Michael Born im Rahmen der Lizenzverteilung Ende April bereits bekannt gegeben: "Die aktuelle Situation, in der sich das gesamte Land gerade befindet, wird auch für den Profi-Fußball Konsequenzen haben. Das steht heute schon fest. Unseren Weg der wirtschaftlichen Vernunft werden wir auch in Zukunft mit aller Konsequenz weitergehen, denn die gegenwärtige Lage bestätigt uns nochmals ausdrücklich in unserem Handeln."