Nach 1:2 in Heidenheim: KSC bleibt im Tabellenkeller stecken
Der Karlsruher SC musste auch am zwölften Spieltag beim 1:2 in Heidenheim eine Niederlage einstecken und bleibt somit im Tabellenkeller stecken.
Ordentliche erste Halbzeit reicht nicht
Dabei knüpften die Karlsruher in den ersten 45 Minuten an die zu großen Teilen ordentliche Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart in der Vorwoche an. In den ersten Minuten bot sich den Zuschauern aber wahrlich kein Zauberfußball, der KSC stand defensiv jedoch wieder kompakt. So gehörte den Gästen nach zehn Minuten auch die erste Chance der Partie. Florian Kamberi konnte nach guter Vorarbeit von Diamantakos aber nicht verwerten. Der KSC stellte sich gut auf das Heidenheimer Spiel ein, presste früh und ließ die heimstarken Gastgeber so erst gar nicht zur Entfaltung kommen. Dementsprechend verdient gingen die Badener auch in Führung. Hiroki Yamda köpfte nach einer Stoppelkamp-Ecke zur 1:0-Führung ein (28.). Diese währte allerdings nicht lange. Nach einem Foul von Torres an Skarke zeigte Schiedsrichter Jablonski auf den Punkt, Marc Schnatterer ließ sich das nicht nehmen und traf aus elf Metern zum 1:1-Pausenstand (36.).
Der zweite Durchgang begann ähnlich wie der erste. Beide Teams hatten erhebliche Probleme im Spielaufbau, ein richtiger Spielfluss kam nicht auf. Doch auch diesmal waren es die Karlsruher, denen sich die erste Chance bot. Nach einer Hereingabe von Stoppelkamp standen sich Torres und Diamantakos aber gegenseitig im Weg (52.). Die Partie plätscherte weiter vor sich hin, ohne, dass sich beide Teams Tormöglichkeiten erspielen konnten. Typisch für die Begegnung, dass wieder ein Standard dafür sorgen musste, dass der Ball im Netz zappelte. Nach einer Schnatterer-Ecke bugsierte Sebastian Griesbeck den Ball mit dem Oberschenkel zum 2:1 über die Linie (82.). Der KSC konnte dem nichts mehr entgegensetzen und musste die Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten.
KSC jetzt im Abstiegskampf – Länderspielpause steht bevor
Auch wenn der KSC zu Teilen gezeigt hat, dass sie in der Lage sind, auch ordentliche Leistungen abzuliefern, sagen die Zahlen die derzeit bittere Wahrheit aus. Elf Punkte nach zwölf Spielen sind einfach zu wenig und somit befindet sich der KSC vor der Länderspielpause mitten im Abstiegskampf. Für Cheftrainer Tomas Oral, der Umfeld und Anhänger bisher noch nicht überzeugen konnte, wird die Situation damit sicher nicht leichter. Auch wenn die Verantwortlichen in den letzten Spielen Fortschritte sahen, ist die Situation für den KSC sehr brenzlig.
Zwar steht der KSC defensiv deutlich kompakter als zum Beispiel in den Partien gegen Union Berlin (0:4) oder den 1. FC Nürnberg (0:3) und auch die individuellen Fehler wurden minimiert. Eine Spielidee, welche Oral vorschwebt, ist aber auch nach zwölf Spieltagen noch nicht richtig zu erkennen.
Oral selbst sah eine gute Partie seiner Mannschaft, war gleichzeitig aber auch sehr enttäuscht: "Wir haben eine gute Partie absolviert und in der ersten Halbzeit bis auf den Elfmeter fast nichts zugelassen. Nach dem 1:0 haben wir es verpasst nachzulegen und mit dem Ausgleich mussten wir aufpassen nicht zu offensiv zu agieren. Aber auch in der zweiten Halbzeit hatten wir einen guten Ballbesitz. Am Ende ist es eine Niederlage, die richtig wehtut.“
Nun geht es im Fußball aber nun einmal um Ergebnisse, auch wenn die Verantwortlichen bei der Mannschaft die richtige Entwicklung sehen. Mitten in der Saison ist es daher nicht von Vorteil, wenn die Mannschaft sich zwar weiterentwickelt, trotzdem aber nicht gewinnen kann. So wird der KSC nicht aus dem Tabellenkeller rauskommen. Oral scheint weiterhin fest im Sattel zu sitzen und muss die Länderspielpause jetzt nutzen, die Entwicklung voranzutreiben und zwar so, dass auch die Ergebnisse stimmen. Dabei darf der KSC die gefährliche Lage aber nicht verkennen. Denn eine Entwicklung ohne Ergebnisse bringt auch im Baden niemanden weiter.