• Facebook
  • Twitter

Nach 1:4 gegen Paderborn: Aue trennt sich von Aljaksej Shpileuski

IMAGO / Jan Huebner

Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue hat die Reißleine gezogen und sich direkt nach der 1:4-Niederlage gegen den neuen Spitzenreiter SC Paderborn von Cheftrainer Aljaksej Shpileuski getrennt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Das Projekt ist gescheitert"

An der Pressekonferenz im Anschluss an das Heimspiel gegen Paderborn nahm der 33-Jährige am Sonntagnachmittag schon nicht mehr teil, stattdessen sprach Präsident Helge Leonhardt – und verkündete nach einem Gespräch mit Aufsichtsrat und Vorstand die Trennung: "Wir sind zur Auffassung gekommen, dass wir getrennte Wege gehen. Das Projekt ist damit gescheitert. Ich habe bis zuletzt daran geglaubt, aber so ist es nicht umsetzbar. Er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht. Wir hatten das Gefühl, dass es nichts bringt. Nächste Woche müssen wir ein neues Projekt starten. Ich habe Hoffnung und Zuversicht, dass wir wieder auf Kurs kommen."

Nach sieben Spieltagen ist der FC Erzgebirge als einziges Team der 2. Liga noch sieglos und steht mit lediglich drei Toren und drei Punkten am Tabellenende. Beim 1:4 gegen Paderborn kassierte Aue am Sonntag die vierte Pleite in Folge und bot dabei eine schwache Leistung. Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 0:3 aus Sicht der Lila-Weißen entschieden. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhten die Ostwestfalen auf 4:0, ehe Aue verkürzte.

Erst seit Sommer im Amt

Shpileuski hatte die Veilchen erst im Sommer von Dirk Schuster übernommen und einen Vertrag bis 2024 unterschrieben, konnte den Erwartungen aber nicht gerecht werden – zumal Aue im Duell mit Ingolstadt auch aus dem DFB-Pokal ausgeschieden war. Dennoch hatte ihm Leonhardt noch Anfang September im "Kicker"-Interview den Rücken gestärkt: "Wir stehen zu 100 Prozent hinter Aljaksej. Es wäre mörderisch, ihn jetzt infrage zu stellen. Das passiert garantiert nicht." Nun ist der 33-Jährige der erste Trainer der laufenden Zweitliga-Saison, der gehen muss. Wer künftig bei den Sachsen auf der Bank sitzen wird, ist noch noch nicht bekannt.