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Nach 2:1 gegen Aue: Bielefeld freut sich über Arbeitssieg

Durch den Erfolg konnte Arminia Bielefeld einen direkten Konkurrenten distanzieren und ist dem Klassenerhalt ganz nah. Dennoch gab es auch Kritikpunkte.

Ärger über späten Gegentreffer

Obwohl seine Mannschaft gerade einen wichtigen Dreier eingefahren hatte, war Stefan Ortega angesäuert. Kurz vor Schluss musste der Torwart noch das 2:1 durch Aue-Stürmer Florian Krüger schlucken. „Natürlich sind die drei Punkte super, aber das Gegentor am Ende stört mich als Torwart natürlich besonders“, befand der 26-Jährige auf der Vereinswebsite und hatte auch gleich eine Idee zur Wiedergutmachung: „Vielleicht müssen mir die Jungs da noch einen ausgeben, weil ich mich schon etwas ärgere“. Ortega und seine Kollegen konnten den Treffer dann aber wegstecken, denn am Ausgang des Spiels änderte er nichts mehr. Mit 38 Zählern steht die Arminia sogar mal wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz und dürfte aus dem Gröbsten heraus sein.

Zwei kuriose Tore

Fabian Klos erzielte in der 77. Minute mit dem 2:0 die Vorentscheidung. Dem vorausgegangen war ein Zuspiel über 80 Meter von Ortega, der als offizieller Vorlagengeber notiert wurde. „Das Tor war ein ganz Besonderes, weil ich mir sicher war, dass mit dem Treffer das Spiel durch ist. Deswegen hat es mich so sehr gefreut“, jubelte Klos, der zum 13. Mal in dieser Saison erfolgreich war. Auch das erste Tor in der sechsten Minute war kein alltägliches. „Beim 1:0 treffe ich den Ball eher mit dem Unterleib, ich muss mir die Bilder nochmal angucken“, meinte Andreas Voglsammer zwar. In Wirklichkeit prallte der Ball aber von seinem linken Arm ins Netz. Das tat der Freude keinen Abbruch, zumal das Tor ja ohnehin gegeben wurde. „Zuhause zu gewinnen ist am schönsten, so können wir unseren Fans auch etwas zurückgeben“, bedankte sich der 27-Jährige bei den Anhängern.

„Defensiv nicht viel zugelassen“

Trainer Uwe Neuhaus fand aber auch einige Unzulänglichkeiten im Spiel seiner Elf. „Nicht zufrieden bin ich heute mit unserem Ballbesitzspiel. Wir wollten viel den Ball haben, aber das ist uns nicht so gelungen. Am Ende des Spiels haben wir Räume bekommen, die wir nicht gut genutzt haben“, bemängelte der 59-Jährige. Positives gab es aber aus seiner Sicht natürlich auch: „Defensiv haben wir nicht viel zugelassen. Daher geht der Sieg in Ordnung und darüber freue ich mich natürlich“. Laut Klos wollen die Ostwestfalen nun „schnellstmöglich 40 Zähler erreichen“ – dies ist bereits mit einem Sieg am Sonntag beim FC St. Pauli möglich.